Heftige Kritik nach Ölunfall auf Flugplatz

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Geilenkirchen. Ölunfall auf dem Awacs-Flugplatz: Erst Anfang der Woche wurde Bürgermeister Thomas Fiedler von der Nato darüber informiert, dass am 3. August auf dem Flugplatzgelände 5000 Liter Kerosin ausgelaufen sind und die Nato unverzüglich die Untere Wasserbehörde des Kreises Heinsberg eingeschaltet hat.

Claus Cohnen, Sprecher der Awacs-Basis, sprach am Donnerstag von „mehreren unglücklichen Umständen, die dazu geführt haben, dass beim Enttanken eines Flugzeuges Kerosin übergelaufen ist”. Ulrich Hollwitz, Sprecher des Kreises Heinsberg, erklärte auf Anfrage, dass auf der Air-Base auf dem Gebiet der Gemeinde Gangelt, 20 Meter von Geilenkirchener Stadtgebiet entfernt, der Ölunfall passierte.

Die Unter Wasserbehörde war von der Nato auch über die Ursache des Unfalls informiert worden: Jedes landende Flugzeug hat, so schildert der Kreissprecher, noch eine Restmenge von Kerosin im Tank, die nach der Landung in einen Zwischenlagertank gefüllt werde. „Dieser Tank war voll. Das Kerosin wurde in den Tank gepumpt und lief über”, so Hollwitz. Ein Teil des Kerosins sei in die Kanalisation geflossen. Die Flughafenfeuerwehr habe daraufhin die Kanalisation abgesperrt.

„Ein Teil des Kerosins konnte aufgefangen und abgepumpt werden”, schildert Ulrich Hollwitz die weiteren Vorgänge. 5000 weitere Liter Kerosin seien auf einer angrenzenden Rasenfläche versickert.

Stinksauer ist derweil Georg Wichert, Leiter des Verbandswasserwerkes Gangelt: Am vergangenen Donnerstag sei er bei der Gesellschafterversammlung des Verbandswasserwerkes auf den Ölunfall angesprochen worden, von dem er bis zu dem Zeitpunkt nie gehört habe. Erst auf Nachfrage auf dem Flugplatz am Freitag habe man diesen Unfall bestätigt und erklärt, ihn der Unteren Wasserbehörde gemeldet zu haben. „Der neue Leiter der Unteren Wasserbehörde, Günter Kapell, hat uns nicht informiert, obwohl wir täglich 60.000 Menschen in Geilenkirchen, Gangelt, Selfkant und Brachelen mit Wasser versorgen.”
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