Hedwig Klein erhält Preis des Flachsmarktes

Von: hewi
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Die Bearbeitung des Flachses in traditioneller Weise wurde den Besuchern auf dem Flachsmarkt in Beeck demonstriert. Foto: Koenigs

Wegberg-Beeck. Mit dem Aufstellen der „Marktordnung” auf dem Beecker Kirchplatz wurde der diesjährige Flachsmarkt um die Pfarrkirche St. Vincentius eröffnet. Eine Stange, an der eine Hand und ein Schwert aus Holz angebracht sind, war als Warnung an Diebe und Gauner gedacht, „keine krummen Dinger” zu drehen, wenn ihnen ihre Finger und Hände lieb sind.

Traditionell traten auch wieder Kinder der Beecker Grundschule in Trachten des Volkstrachtenmuseums auf und führten den „Klompetanz” auf.

Neben der Eröffnung des Marktes „im Zeichen der Völkerverständigung” hatte der Heimatvereinsvorsitzende Heinz Gerichhausen auch die Aufgabe, den Flachsmarktpreis an einen verdienten Bürger der Stadt zu verleihen.

Diesjährige Preisträgerin ist die scheidende Bürgermeisterin Hedwig Klein. Gerichhausen würdigte in seiner Ansprache ihr Engagement für die Stadt und ihre Bürger.

Dieses habe schon lange vor ihrem politischen Engagement begonnen, das sie bis ins höchste Amt der Stadt führte. Ihr Engagement habe immer der Jugend gegolten, betonte Gerichhausen.

Er erklärte, dass der Heimatverein sich einstimmig für Klein als Preisträgerin ausgesprochen hatte. „Sie hat das Leben in der Stadt maßgeblich mitgeprägt und gestaltet”, erklärte er. Gleichzeitig gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass sie sich auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt am 20. Oktober weiter für „ihre Wegberger” einsetzen werde.

Die Geehrte hatte den Braten schnell gerochen und erklärte, dass Gerichhausen den Zeitpunkt der Preisverleihung nicht zufällig gewählt habe. Schließlich werde von einem Preisträger erwartet, dass er sich auch für den Heimatverein und die Stiftung einsetze.

So versprach sie, sich auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt weiterhin für die Belange der Bürger und Vereine einzusetzen. Sie betonte, dass sie sich nach rund 50 Jahren des Engagements nicht mehr an alles erinnern könne, was sie getan habe.

Rückblickend berichtete sie, dass sie ehrenamtlich auch die Messdiener ausgebildet habe, obwohl sie selber nie als Messdienerin antreten durfte.

Denn Mädchen hatten nicht immer Zutritt zu allen Funktionen im Vereins- und Kirchenleben. Auch Pfadfinderinnen durften sie damals noch nicht werden. So habe sie immer eine Möglichkeit gesucht, gerade die Mädchen in das soziale Leben einzubinden und Angebote zu schaffen, die ihnen eine Teilhabe ermöglichten.

Die Bodenständigkeit der Beecker habe ihr jedoch immer gefallen. So heiße sie noch heute in Beeck „Hädwisch”, während Hedwig „erst in der Stadtmitte” anfange.

Die Arbeit für die Menschen und mit den Menschen in ihrer Heimat habe ihr immer am Herzen gelegen, denn „von Begegnungen bleiben Spuren, auch wenn man nicht mehr da ist”.

Im Anschluss an Eröffnung und Preisverleihung spielten die „Lerchenwald-Musikanten” aus dem niederländischen Asenrey auf.

Auch am Sonntag gehörte neben dem Markttreiben die musikalische Unterhaltung zu den Attraktionen des Flachsmarktes. Unter anderem traten das „Boundless Dixieland Quartett”, der „Folklorekreis Eurode”, die schottischen „Mc Arthur Dancers” und die Kindervolkstanzgruppe „Quieselchen” auf der Bühne im Schatten von St. Vincentius auf.
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