Haverts neues Feuerwehrgerätehaus ist jetzt fertig

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14 Jahre hat es gedauert vom Plan bis zur Einweihung: Jetzt ist das Feuerwehrhaus fertig. Im Obergeschoss gibt es eine Lounge im Stil einer New Yorker Feuerwache der 1930er Jahre. Foto: Feuerwehr

Selfkant-Havert. Die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses ist für die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Löscheinheit Schalbruch-Havert ein großes Ereignis. Die Vorbereitungen für diesen großen Tag laufen seit Monaten auf Hochtouren.

Die Löscheinheit Schalbruch-Havert entstand durch den Zusammenschluss der vormals eigenständigen Löschgruppen Havert und Schalbruch und ist Bestandteil des ersten Zugs der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Selfkant. Die Gemeinde unterhält vier Doppeleinheiten in zwei Löschzügen und befindet sich derzeit im Endspurt zur Umsetzung eines ambitionierten Plans zur Modernisierung ihrer Feuerwehr. Das vierte und letzte neu erbaute Feuerwehrgerätehaus ist nun fertiggestellt.

Bereits 2002 hatten die beiden eigenständigen Löschgruppen Havert und Schalbruch die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss geschaffen. Gemeinsame Aktivitäten zum Kennenlernen und gemeinsame Übungsabende schufen die Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit.

In Ermangelung eines gemeinsamen Gerätehauses rückte die neue Doppeleinheit aus beiden Ortschaften getrennt zu den Einsätzen aus.

Im Jahr 2008 wurde durch die Gemeinde ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 beschafft und an die Doppeleinheit übergeben. Somit verfügte auch die Löscheinheit Schalbruch-Havert zu dem vorhandenen TSF über ein wasserführendes Fahrzeug.

Mobile Schere-Spreizerkombination

Neben der Normausstattung verfügte das Löschgruppenfahrzeug über in der Gruppenkabine eingebaute Atemschutzgeräte, eine mobile Schere-Spreizerkombination zur technischen Hilfe bei Verkehrsunfällen sowie eine leistungsfähige Einsatzstellenbeleuchtung. So ausgestattet, erhöhte sich das einsatztaktische Potenzial der neuen Einheit enorm.

Doch bis zum Bau des 2003 im ersten Brandschutzbedarfsplan festgeschriebenen gemeinsamen Standorts mussten sich die Wehrleute in Geduld üben, vergingen bis dahin doch 14 lange Jahre.

Im Jahr 2014 gab der Gemeinderat einstimmig grünes Licht zum Bau des neuen Feuerwehrhauses mit drei Fahrzeugstellplätzen, Umkleiden und Sanitärräumen für Männer und Frauen, Schulungsraum, einem Büro und einem Gesellschaftsraum mit Küche. Als Bauplatz wurde aus einsatztaktischen Gründen bewusst eine zentral im Einsatzgebiet gelegene Fläche am Kreisverkehr zwischen Havert, Isenbruch und Schalbruch gewählt. Von hier aus sind die drei Orte schnell zu erreichen.

Nach der Rodung der Baufläche im September 2014 und des ersten Spatenstichs im Januar 2015 waren die Bauarbeiten soweit gediehen, dass am 17. September 2016 das Richtfest groß gefeiert werden konnte. Zahlreiche Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Feuerwehrleute der benachbarten Einheiten überzeugten sich dabei vom Baufortschritt.

Für die 35 Mitglieder begann nun eine stressige Zeit, denn sie zeichneten für den gesamten Innenausbau verantwortlich. Die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung, Planern und der Löscheinheit erleichterte das Unterfangen sehr.

Großartige Unterstützung

„Ich bin sehr froh, mich auf ein Team aus versierten Handwerkern verlassen zu können, das die Planung und Ausführung der unterschiedlichen Gewerke wie Heizung, Sanitär, Fliesen, Elektrik, Trockenbau, Malerarbeiten, Deckengestaltung und Pflasterarbeiten koordinierte und durchführte“, so Einheitsführer Gregor Meuwissen. „Ohne diese tolle kameradschaftliche und fachliche Zusammenarbeit über fast ein Jahr mit über 4000 geleisteten Arbeitsstunden wäre das heutige Ergebnis nicht möglich gewesen.

Aber auch ortsansässige Betriebe und etliche Privatleute haben uns großartig unterstützt. Das Ergebnis einer in Havert, Isenbruch und Schalbruch durchgeführten Haussammlung spricht für die große Wertschätzung der Dorfbevölkerung für unsere geleistete Arbeit“, sagte Gregor Meuwissen, der sich bei allen Unterstützern herzlich bedankt.

Dieses Sponsoring ermöglichte es den Wehrleuten, eigene Ideen und durchdachte Detaillösungen umzusetzen. So wurde der Schulungsraum zur Hallreduzierung mit einer effektiven Schalldämmdecke abgehängt und ein pfiffiges Lichtkonzept umgesetzt. Den Eingangsbereich ziert ein großformatiges Selfkant-Wappen in aufwendiger Fliesenmosaiktechnik.

Absolutes gestalterisches Highlight jedoch ist der Gesellschaftsraum im Obergeschoss. Stilsicher und mit einer beeindruckenden Liebe für Details haben sich die Wehrleute hier einen Raum geschaffen, der im Vintage-Look an eine New Yorker Feuerwache der 1930er Jahre erinnert. Eine Besichtigung dieser Lounge sollte sich der Besucher beim Tag der offenen Tür auf keinen Fall entgehen lassen, betont Meuwissen.

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