Hausmann gibt Fraktionsvorsitz der Liberalen ab

Von: Rainer Herwartz
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Heinsberg. Nein, die Angriffe in der letzten Ratssitzung spielten bei dieser Entscheidung keine Rolle, unterstreicht Erwin Hausmann im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Das ist mit Sicherheit nicht der Grund, da habe ich schon anderes erlebt. Das ist eben so, wenn man einer Minderheit angehört.” Dennoch kommt sein Entschluss für viele zweifellos überraschend.

Bei der letzten Fraktionssitzung der FDP teilte er nämlich mit, dass er mit Wirkung zum heutigen Tag den Fraktionsvorsitz im Rat der Stadt Heinsberg niederlege. Auch wird er beim Ortsparteitag im Februar 2011 nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren.

Seit Oktober 2009 im Amt

„Ich trete aus privaten und beruflichen Gründen zurück, die Arbeit der letzten Jahre hat mir viel Spaß gemacht und ich bedanke mich bei allen, die mich dabei unterstützt haben. Es war mir eine Ehre und Freude, die Partei und Fraktion in den letzen Jahren als schlagkräftige Truppe führen zu dürfen”, so Hausmann in einer Pressemitteilung. Was den Fraktionsvorsitz angeht, so hatte Hausmann diesen allerdings erst seit Oktober 2009 inne.

„Es ist mehr Arbeit als ich erwartet hatte und im nächsten Jahr stehen auch einige berufliche Veränderungen an”, begründet er seinen Rückzug von der Spitze. Dass er nicht mehr als Parteivorsitzender kandidieren wolle, habe er intern schon vor etwa einem halben Jahr bekannt gegeben. „In den letzten drei Monaten habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, zum Jahresende den Fraktionsvorsitz abzugeben”, sagt er.

„Wir bedauern seine Entscheidung und danken ihm für seine erfolgreiche Arbeit. Zugleich respektieren wir seine Beweggründe. Wir sind froh und dankbar, dass er uns auch in Zukunft als Mitglied, Stadtverordneter und Wahlkreiskandidat erhalten bleibt”, meint Stefan Lenzen, Pressesprecher des FDP-Stadtverbandes Heinsberg.

Einstimmig zum neuen Fraktionsvorsitzenden wurde Rolf F. Jaeger-Breuer gewählt, zum neuen Stellvertreter Heinrich Schmitz. „Ich habe in den letzten beiden Jahren viel von Erwin Hausmann gelernt und freue mich, dass er uns weiterhin mit seiner Erfahrung und Tatkraft zur Verfügung steht. Besonders freue ich mich darüber, dass ich mich auf die Fraktion, allen voran Heinrich Schmitz stützen kann, um die schwere aber reizvolle Aufgabe meistern zu können”, erklärt Jaeger-Breuer.

„Wir werden auch bei stetig steigendem Gegenwind dem gesunden Menschenverstand eine kritische Stimme verleihen. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder im Rat weiß was gut für den Bürger ist und auch nur das Beste für die Bürger in Heinsberg will. Manche können es nur nicht so zeigen! Wir sind eine kritische Stimme, aber jede Bürgerin und jeder Bürger unserer Stadt hat auch eine Stimme. Wenn sich viele Stimmen erheben, werden auch die stärksten Mauern fallen - die Mauern der Arroganz und Ignoranz”, so Jaeger-Breuer.
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