Hückelhoven - Haus der Begegnung: Garantie für den Erhalt?

Haus der Begegnung: Garantie für den Erhalt?

Von: hewi
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Das Haus der Begegnung in Ratheim ist eine Heimstätter für viele Vereine und Organisationen. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Über die Zukunft des Hauses der Begegnung (HdB) in Ratheim wird schon länger spekuliert. Die katholische Kirchengemeinde und das Bistum sind sich einig, dass es aus finanziellen Gründen eigentlich geschlossen werden müsste. Dagegen hat sich bisher vor allem die SPD ausgesprochen und verweist auf die Vereine, die das HdB nutzen.

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ließ nun Heinz-Josef Kreuzer, Fraktionschef der CDU, die Bombe platzen: Das HdB soll, wenn es nach seiner Partei geht, noch mindestens sechs Jahre weiter bestehen. Er bezeichnete das HdB als „historische Stätte” für die dort lebenden Menschen. Daher sei die CDU für einen Fortbestand des HdB, wenn sich die Stadt und das Bistum über die Finanzierung einig werden. Entsprechende Verhandlungen würden derzeit geführt, weshalb auch keine Einzelheiten verraten werden könnten.

Rund 2000 Euro kostet der Unterhalt des Gebäudes im Monat, so Kreuzer. Mit diesem Basiswert könne jeder ausrechnen, um welche Summe zwischen Stadt und Kirche verhandelt werde. Wichtig für die Menschen vor Ort sei das positive Signal, dass ihr HdB weiterbestehe - zumindest für sechs Jahre.

In dieser Zeit könne sich die Kirche Gedanken machen, ob und wie die Begegnungsstätte weiter betrieben werden könnte. „Das geht nicht zum Nulltarif für die Kirche, wenn die Stadt einsteigt”, betonte Kreuzer. Er stellte den Antrag, die Verwaltung mit der Forcierung der Verhandlungen zu beauftragen und keine Verzögerungen zuzulassen.

Ziel der Verhandlungen sei ein garantierter Fortbestand für zuerst einmal sechs Jahre. Sollte sich dann herausstellen, dass es sich von der wirtschaftlichen Seite her nicht lohne, müssten Nägel mit Köpfen gemacht und das HdB geschlossen werden. Details wollte Kreuzer nicht verraten, „bevor die Tinte unter dem Vertrag nicht trocken ist”.

Auch Bürgermeister Bernd Jansen wollte bei den laufenden Gesprächen nicht ins Detail gehen, betonte aber, dass „das Bistum den Weg mitgeht”. Eine bindende vertragliche Regelung stellte er für Anfang 2011 in Aussicht. Kämmerer Helmut Holländer versprach, in der ersten Ausschusssitzung im kommenden Jahr auch mit Details über die Kosten aufzuwarten.

Die SPD schien von dem Vorstoß der Christdemokraten überrascht. Willi Spichartz betonte aber, die SPD stehe „hinter dem HdB und sei für einen Erhalt in einer wirtschaftlichen Form”. Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Verwaltung mit zügigen Verhandlungen um das HdB zu beauftragen.
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