Wassenberg-Ophoven - Hauch von Sylt weht über den Adventsmarkt

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Hauch von Sylt weht über den Adventsmarkt

Von: Dettmar Fischer
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„Feliz Navidad” sangen die K
„Feliz Navidad” sangen die Krippenspiel-Kinder mit viel Freude und Leidenschaft für die Besucher des 24. Ophovener Adventsmarktes. Foto: defi

Wassenberg-Ophoven. „Man muss hier bei uns auf dem Ophovener Adventsmarkt schon mit Herzblut dabei sein, sonst macht das keinen Sinn”, sagt Wiljo Caron, Mitbegründer dieses kleinen aber feinen Adventsmarktes, der nicht nur jährlich den tausenden Besuchern ein paar schöne Stunden bereitet, sondern vor allem Geld für krebskranke Kinder einbringt.

Die Interessengemeinschaft Ophoven Hilfe für krebskranke Kinder, die wie der Adventsmarkt 2012 ihr 25-jähriges Bestehen feiert, hat bis heute 3,5 Millionen Euro gesammelt und gespendet. Krebskranke Kinder, die am Klinikum Aachen behandelt werden, und deren Familien werden mit dem Hauptanteil der Spendengelder bedacht. Aber auch Familien aus der näheren Umgebung Ophovens, deren Kinder an Krebs erkranken, werden ganz unbürokratisch finanziell und im persönlichen Gespräch unterstützt.

Die Nachsorgebehandlung

In der Sylt Klinik erfolgt die Nachsorgebehandlung dieser Kinder unter Einbeziehung ihrer Familienangehörigen. Die IG finanziert aus dem Spendenaufkommen das Gehalt einer Kindergärtnerin an der Sylt Klinik.

Jünne Gosch heißt der Mann, der mit seinen Fischspezialitäten die Gäste auf der Urlaubsinsel Sylt verwöhnt. Der Fischgourmet ist mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Hamburg präsent und darüber hinaus bietet er seine Fischspezialitäten außerhalb seines Inselreichs nur noch auf dem Adventsmarkt in Ophoven an. Wiljo Caron: „Da sitzen die Leute dann mit einem Fischbrötchen in unseren Strandkörben vor Jünnes Fischstand, machen ein paar Minuten die Augen zu und fühlen sich wie auf Sylt.”

Wecken durch die Turmuhr

Geweckt werden diese Besucher, die für ein „paar Urlaubsminuten” auch von weit her anreisen, von der Turmuhr der Ophovener Wallfahrtskirche. Zeit, schnell mal rüberzugehen in den Pfarrgarten, wo eine weitere Attraktion des Ophovener Adventsmarktes stattfindet, das Krippenspiel. Auch in diesem Jahr beim 24. Adventsmarkt sind wieder 30 Kinder nach vielen Stunden vorangegangener Probenarbeit in ihre Kostüme geschlüpft und spielen für die Besucher, die dicht gedrängt vor der Krippe stehen, die Geschichte von Maria und Josef, dem Jesuskind und den Heiligen Drei Königen.

Claudia Göbels und ihre Helfer hatten das Krippenspiel mit den Kindern eingeübt. Uwe Helmgens griff zur Gitarre und begleitete die Kinder bei ihren Liedern. Wem da nicht warm ums Herz wurde, ist halt selber schuld. Herzblut haben auch die 330 ehrenamtlichen Helfer bewiesen, die den Ophovener Adventsmarkt erst ermöglichen. 50 schön dekorierte Holzbuden waren mit weihnachtlichen Angeboten ausgestattet.

Von der Erbsensuppe über den Grill- und den Glühweinstand bis zur beeindruckenden Kuchentheke reichte das kulinarische Angebot. Viele Stände waren mit dem „100 Prozent-Schild” versehen, das bedeutete, die kompletten Einnahmen gingen in die Spendenkasse zugunsten krebskranker Kinder.

Nikolaus und Hans Muff bescherten die Kinder unter anderem mit 1000 großen Weckmännern, die die Kreiswasserwerke zur Verfügung gestellt hatten. Kinderfreundlich ist ein Prädikat, das sich der Adventsmarkt jedes Jahr wieder verdient. Nicht nur die Geschenke des Nikolauses sondern auch ein umfangreiches Kinderprogramm mit Märchenerzählerin und Schminkaktionen gehörten dazu. Im großen Zelt der Cafeteria wurde ebenfalls ein buntes Programm für die Besucher angeboten.

Gern gekaufte Mitbringsel waren die selber gemachten Marmeladen von Frauen aus Ophoven und den umliegenden Ortschaften. Ein Muss für viele Marktbesucher ist in jedem Jahr ein Schlückchen vom hausgemachten Eierlikör.

„Dat is aber wirklich schön”, hörte man im „Nikolaushaus” immer wieder. In der alten Schule in Ophoven hatte Wiljo Caron seine Sammlung von Nikoläusen und Weihnachtsmännern sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt. 2088 weihnachtliche Gefährten waren es zu Beginn des Adventsmarktes gewesen, ein abgestoßener Kopf von Weihnachtsmann 2088 reduzierte die Zahl geringfügig.
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