Hauch von Erzgebirge im Nysterbachtal

Von: dn
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Daria Dörenkamp (links) und Alina Drews enthüllten den Nussknacker. Edith Schaaf, Präsidentin des Rheinischen Feuerwehrmuseums, bedankte sich beim Initiator Horst Drews (2.v.r.) für seinen Einsatz. Foto: Dahmen

Erkelenz-Lövenich. Lövenich hat einen Neubürger bekommen: einen funktionsfähigen Nussknacker aus dem Weihnachtsland Erzgebirge. Zuerst von einem weißen Tuch bedeckt und nach der Enthüllung durch Daria Dörenkamp und Alina Drews sichtbar gemacht, löste er Erstaunen aus.

Stolze zwei Meter ist er groß, 50 Kilogramm schwer, mit roter Jacke, gelber Hose und schwarze Stiefeln versehen, seine Haare und Bart sind aus einem Kaninchenfell und auf dem Kopf trägt er eine goldene Krone.

Dazu erläuterte Klaus Ruetz bei der Übergabe ans Rheinische Feuerwehrmuseum: „Seit 1870 ist er im Original ein König. So machte sich damals die Bevölkerung im Erzgebirge über die Obrigkeit lustig und knackte mit deren Abbild die harten Nüsse.”

Kirchturm im goldenen Licht

Neben einem großen Schwibbogen am alten Bürgermeisteramt und einer großen Weihnachtspyramide in der Anlage der Familie Drews an der Straße In Lövenich 50 ist mit dem Nussknacker jetzt ein dritter Brauch aus dem Erzgebirge im Nysterbachtal heimisch. Initiator Horst Drews ließ den Kirchturm im goldenen Licht erstrahlen und holte in zwei Jahrzehnten enger Freundschaft das weihnachtliche Ambiente aus dem Erzgebirge nach Lövenich, um die Freundschaft mit Thum auch nach außen hin zu dokumentieren.

Vorweihnachtliche Begehung

Hintergrund ist eine fast 20-jährige Freundschaft zwischen dem CDU-Ortsverband Lövenich-Katzem-Kleinbouslar und der Bergstadt Thum, die vom gebürtigen Erzgebirgler Klaus Ruetz nach der Wende ins Leben gerufen wurde. Bei der zuvor gemachten vorweihnachtlichen Begehung durch Lövenich erklärte Horst Drews, dass die Beleuchtung des Kirchturmes von St.-Pauli-Bekehrung vor zehn Jahren installiert wurde.

Als erstes Zeichen der engen Verbundenheit zu den Freunden aus Thum ließ er 2004 von den dortigen Schnitzern einen Schwibbogen anfertigen, der am Giebel des alten Bürgermeisteramtes zum Blickfang wurde. Dazu folgte 2006 die Weihnachtspyramide in seinem Vorgarten, die nach altem Brauch bei der Begehung angeschoben wurde.

Welche Bedeutung diese Freundschaft zwischen der Bergstadt Thum und Erkelenz-Lövenich hat, zeigte die Anreise einer Abordnung aus Thum mit dem Bürgermeister a.D. Klaus Schubert, dem stellvertretenden Bürgermeister Peter Heerlings und dem Künstler Ernst Felbert, obwohl an dem Wochenende dort der 272. Weihnachtsmarkt mit Bergparade eröffnet wurde.

Verbundenheit ausgedrückt

Dazu nahmen Dr. Gerd Hachen MdL, Landrat Stephan Pusch, Ehrenbürgermeister Theo Clemens, Bürgermeister Peter Jansen und dessen Stellvertreterin Christel Honold-Ziegahn, Bürgermeister a.D. Erwin Mathissen sowie die Ratsherren Rainer Merkens und Theobert Bläsen an der Begehung teil und drückten damit ihre Verbundenheit aus.

Klaus Schubert trug bei dieser Gelegenheit mehrerer Gedichte vor, wie sie im Erzgebirge zur Weihnachtszeit zu hören sind. Ein Hauch vom verschneiten Weihnachtsland war deutlich zu spüren.

Empfang im Alten Rathaus

Am Tag zuvor hatte Bürgermeister Peter Jansen für die Gäste aus Thum im Alten Rathaus einen Empfang gegeben. Im Feuerwehrmuseum hob er die Bedeutung dieser Freundschaft zwischen Ost und West besonders hervor, weil sie bisher vieles bewegt habe. „Möge sie noch lange Bestand haben”, ergänzte er. Zu den weihnachtlichen Klängen des Instrumental-Musikvereins Lövenich wurde im geselligen Beisammensein Weihnachtsstollen und Glühwein gereicht.
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