Hannelore Kraft besucht die Lebenshilfe

Von: disch
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Beim Kartenspiel über die Schulter geschaut: Die SPD-Politikerin Hannelore Kraft besuchte auch die „Oase”, in der sich Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werkstatt nach der Arbeit erholen können. Foto: Jennes

Kreis Heinsberg. „Das ist schon eine tolle Einrichtung hier!” Hannelore Kraft, Partei- und Landtagsfraktionsvorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfalen, zeigte sich am Donnerstag in Oberbruch nach dem Rundgang beeindruckt von der Lebenshilfe-Werkstatt für behinderte Menschen.

Der Besuch sei „sehr interessant” gewesen und habe „viel Spaß” gemacht. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass die Menschen gerne in der Werkstatt tätig seien und eine sinnvolle Arbeit leisten würden. Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe, freute sich über den Besuch: „Wir leben von der Unterstützung des Staates, deshalb zeigen wir gerne, wie wir verantwortungsvoll damit umgehen.”

Hannelore Kraft schaute sich in der Werkstatt um, sprach mit Mitarbeitern und Angestellten, versuchte sich selbst an teilweise kniffliger Arbeit und besuchte die „Oase”, das „Offene Angebot Schlafen Entspannen” für Mitarbeiter, die den ganztägigen Belastungen in den regulären Gruppen nicht mehr gewachsen sind.

Edgar Johnen stellte das breite Spektrum der Lebenshilfe-Aktivitäten vor, bei dem die Betreuten von Kleinkindern in den Frühförderstellen bis zu Senioren in den Wohnstätten reichen würden. In den drei Betrieben der Werkstatt in Oberbruch und Heinsberg arbeiten nach Angaben des Geschäftsführers derzeit 1035 Menschen mit Behinderung als Mitarbeiter und 247 Fachkräfte als Angestellte. Von Montage über Werbedruck bis Metallverarbeitung reicht das Spektrum, um nur einige Bereiche zu nennen.

Bei den betriebsintegrierten Außenarbeitsplätzen gehen Lebenshilfe-Mitarbeiter in Unternehmen vor Ort. Angedacht wird aktuell auch ein Integrationsbetrieb, wie Johnen berichtete. Es gibt aber auch Begleitende Dienste sowie Berufsbildungs- und Förderbereiche. Johnen erwähnte ebenfalls das mit Hilfe vom Lions-Club Selfkant realisierte Caf der Begegnung in Heinsberg sowie das aktuelle Zeitungsprojekt der Lebenshilfe-Reporter unter dem Titel „Normal ist nicht Normal”.

„Mit der Werkstatt stehen wir im Wettbewerb”, berichteten Edgar Johnen und die Verantwortlichen der Werkstatt von der Situation auf dem Markt. Das Werben um Aufträge sei im vergangenen Jahr gut gelaufen, bleibe aber selbstverständlich eine permanente Herausforderung, so Johnen. Die allgemeine Wirtschaftskrise sei auch bei der Lebenshilfe angekommen: „Einbrüche sind da, aber wir wollen nicht jammern.” Gleichwohl gelte, dass die Löhne erwirtschaftet werden müssten. So werde alles daran gesetzt, um das Lohnniveau in diesem Jahr zu halten.

Mitglieder des Werkstattrates gaben Hannelore Kraft auch einen Wunsch an die Politik mit auf den Weg: für eine bessere Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu sorgen! Die Sozialdemokratin berichtete, dass ihre Fraktion im Landtag inzwischen selbst ausbilde und sie sich durchaus vorstellen könne, behinderte Auszubildende einzustellen.
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