Waldfeucht-Haaren - Haarener Spielleute bauen eine neues Vereinsheim in altem Gemäuer

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Haarener Spielleute bauen eine neues Vereinsheim in altem Gemäuer

Von: WiSch
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Sie packen alle mit an: Im Erdgeschoss der ehemaligen Gaststätte Sonntag entsteht ein großer Vereinsraum, in dem die Haarener Spielleute künftig proben werden. Repro: Wilfried Schröders

Waldfeucht-Haaren. „Die endlich vorliegende Umbaugenehmigung ist der erste Schritt zum neuen Vereinsheim“, sagt Markus Beiten, Vorsitzender des Trommler- und Pfeiferkorps Haaren, anlässlich des Spatenstiches für den Umbau der früheren „Gaststätte Sonntag“, die gegenüber der Kirche liegt.

Die zuletzt für den Betrieb einer Pizzeria genutzten Räume werden zukünftig zu einem „Vereins- und Veranstaltungshaus“ umgenutzt. Gemeinsam mit Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen, dem Brudermeister der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Herbert Mevissen und dessen Stellvertreter Hubert Jaeger legten die Spielleute mit dem Beginn der Sommerpause beim Spatenstich kräftig Hand an. „Zusammen schaffen wir das“, zeigte sich Schrammen optimistisch.

Seit der Neugründung des Korps nach dem Krieg war die frühere Gaststätte „Op d’r Kneckert“ Proben- und Vereinslokal der Haarener Spielleute. Mit dem Tode des Vereinswirtes Peter van Birgelen 2010 war der Spielmannszug plötzlich „obdachlos“ geworden und probte seitdem wöchentlichen im Keller des Schulgebäudes. „Wir können dort unseren Probenbetrieb aufrecht erhalten, aber die für ein lebendiges Vereinsleben notwendige Geselligkeit können die Räume nicht bieten“, sagt Markus Nießen.

Der von den Lokalpolitikern zunächst in Betracht gezogene Abriss des ortskernprägenden Gebäudes gegenüber der Kirche konnte auf Initiative des Lokalhistorischen Arbeitskreises verhindert werden und die damalige Haarener Dorfwerkstatt entwickelte eine zukünftige Nutzung, für die Karl-Josef von der Lieck erste Vorüberlegungen anstellte.

Historische Substanz

Zwar ist das genaue Baujahr des historischen Baukörpers nicht mehr zu datieren. Die alte Gaststätte vor dem Saalbau der Selfkanthalle bildet jedoch gemeinsam mit der Pfarrkirche und einigen umliegenden Gebäuden ein gewachsenes Gebäudeensemble, das nach der Errichtung der Pfarrkirche 1824 etwa ab den 1830er Jahren dort entstand. Damit dürfte die historische Substanz der Baulichkeit gut 150 Jahre, vielleicht auch mehr, aufweisen. In dessen Erhaltung hat die Gemeinde als Eigentümerin gut 45.000 Euro investiert.

Die Errichtung einer neuen Klinkergiebelwand, ein neues Dach und der Austausch einiger Fenster konnte so realisiert werden.

Im August 2015 schlossen die Haarener Spielleute bereits einen langfristigen Mietvertrag mit der Gemeinde, um nunmehr den Innausbau in Eigenleistung vornehmen zu können. Mit den ersten Vorbereitungen hat die Arbeits-crew der Spielleute um Markus Nießen, Dirk Leisten, Martin Houtbeckers, Marc von Krüchten, Felix Rombey und Tobias Heffels unter Bauleitung von Alexander von der Lieck bereits begonnen.

Zukünftig wird das Erdgeschoss des Altgebäudes zu einem durchgehenden großen Raum hergerichtet. Im Bereich des ehemaligen Heizungsraumes, der heutigen Baulücke zwischen Altbau und Selfkanthalle, wird der neue Haupteingang mit Sanitärräumen und einer kleinen Küche entstehen. Die Räume im Obergeschoss sollen als Lager für das Trommler- und Pfeiferkorps und die St.-Johannes-Schützen dienen.

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