Haarener Künstlerin präsentiert rostige Herzen

Von: ej
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Gabi Plum aus Haaren zeigt eine Auswahl ihrer Bilder im Dienstleistungszentrum der Raiffeisenbank in Heinsberg: Bankdirektor Hans-Hubert Hermanns eröffnete die Ausstellung. Foto: Jennes

Heinsberg. Mindestens vier Mal im Jahr bietet die Raiffeisenbank Heinsberg in ihrem Beratungs- und Dienstleistungszentrum an der Siemensstraße 5 in Heinsberg Künstlern eine Plattform, sich mit ihren Werken zu präsentieren.

Noch bis zum 3. Juli, jeweils während der Öffnungszeiten montags bis mittwochs und freitags, von 8.30 bis 16 Uhr durchgehend sowie donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr, sind derzeit aktuelle Arbeiten von Gabriele Plum aus Haaren zu sehen.

„Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens - das ist des Künstlers Beruf”, zitierte Bankdirektor Hans-Hubert Hermanns bei der Vernissage den Komponisten Robert Schumann und bezog diese Aussage auf die Bilder von Gabi Plum.

„Selten fand eine Ausstellungseröffnung bereits so großes Interesse”, freute sich Hermanns neben Beigeordnetem Wolfgang Dieder, VH Leiter Kreisverwaltungsdirektor Franz-Josef Dahlmanns und dem Vorsitzenden des Kunstvereins Canthe, Dr. Hans Latour, eine große Zahl weitere Gäste zu begrüßen. Dazu gehörten unter anderem Freunde und Kursteilnehmer der Künstlerin, die auch als Dozentin arbeitet und ihr Können weitergibt.

Die gebürtige Heinsbergerin, sie wurde in Randerath geboren, studierte von 1981 bis 1985 an der Gesamthochschule Essen Kunst und Biologie mit dem Schwerpunkt Malerei, lebt mit ihrer Familie in Waldfeucht-Haaren. Seit 1986 präsentiert sie ihre Bilder bei regionalen und überregionalen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen.

Darüber hinaus ist die Künstlerin auch bei der Raiffeisenbank keine Unbekannte, schuf sie doch die Wassermotive, die vor drei Jahren den Kalender der Raiffeisen- und Volksbanken im Kreis Heinsberg schmückten.

Bankdirektor Hans-Hubert Hermanns erinnerte bei dieser Gelegenheit an die Lebendigkeit der Darstellungen mit der die Künstlerin bereits damals den Rodebach in Gangelt, die Atmosphäre des Horster Sees, die Wildheit der Rur-Wehre in Karken, die friedliche Stimmung der Rurauen oder die faszinierende Moorlandschaft der Terverner Heide in ihren Bildern festhielt. „Seit damals war es mein nie verblassender Wunsch, ihr Schaffen einmal in unseren Räumlichkeiten zu präsentieren”, bekannte Hermanns.

Für die jetzige Ausstellung in der Raiffeisenbank wählte die Künstlerin, die überwiegend großformatige Werke in expressiver Farbgestaltung und in variierenden Maltechniken fertigt, ganz unterschiedliche Motive. Da finden sich farbenprächtige Portraits eines Aborigines aus Austalien, eines Massai aus Afrika, eines stolzen Tuarek, hinter den man die Wüste zu spüren glaubt, oder eines Amazonas-Indianers mit Festschmuck.

Ganz anderes in Stil und Technik sind ihre „Säulen”, die nicht unbedingt an der Wand hängen müssen, sondern auch angelehnt werden können. Sie sind ein Beispiel für ihre Experimentierfreunde. Gabi Plum beherrscht Stillleben, wie die rostigen Herzen, aber auch Momentaufnahmen aus der Natur, für die ihre Arbeit „Hohlweg” ein Beispiel ist.

Die Künstlerin greift für ihre Bilder nicht nur zu Pinsel und Farbe, sondern hat für ihre Collagen eine ganz persönliche Technik entwickelt. Ein wenig „Rost” gehört optisch meist irgendwie dazu. Tiere, aber auch menschliche Beziehung wie „Blindes Vertrauen” oder „Der rote Teppich” sind weitere Themen, denen sich die Malerin widmet.

„Lassen sie sich nun dazu einladen, das Licht, das Gabi Plums Werke versprühen, beim Rundgang in ihr Herz dringen zu lassen”, gab Hermann den Weg in die Ausstellung frei und bedankte sich bei der Künstlerin.
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