Gute Zusammenarbeit mit der VHS gelobt

Von: hewi
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Bei der Vollversammlung des BÀ
Bei der Vollversammlung des Bündnis gegen Rechtsextremismus informierte der Sprecherkreis über die Aktivität des vergangegen Jahren und diskutierte über Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Bei seiner Vollversammlung in der Friedenskirche in Hückelhoven-Ratheim zog das Bündnis gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg Bilanz. Sie fällt nicht unbedingt zufriedenstellend aus, wie Christian Ehlers vom Sprecherkreis des Bündnisses einräumte.

Auch der angekündigte Vortrag des Eupener Historikers Dr. Herbert Ruland musste kurzfristig abgesagt werden. In seinem Vortrag wollte er die Zeit des Nationalsozialismus in der Grenzregion aus Sicht der Belgier und Niederländer beleuchten. Es sei aber geplant, den Vortrag in diesem Jahr an einem günstigeren Termin zu wiederholen, wie Ehlers hervorhob.

Nicht verschoben werde hingegen der Vortrag der TV-Journalistin Andrea Röpke, die sich mit dem Thema Frauen und Rechtsradikalismus beschäftigt. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg organisiert. Vorgesehen ist der 18. April, der Veranstaltungsort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Mit der VHS habe sich im vergangenen Jahr eine gute Zusammenarbeit entwickelt, erklärten die Sprecher des Bündnisses in ihrem Bericht. So konnte im November auch in Hückelhoven die Veranstaltung „Fatih unser” mit dem türkischstämmigen Kabarettisten Fatih Cevikkollu gemeinsam auf die Beine gestellt werden.

Das Bündnis engagierte sich auch beim „Zug der Erinnerung”, der Ende März auch vor dem Kreishaus und in Geilenkirchen Station machte, um an die Schicksale der im Dritten Reich Deportierten zu erinnern. Täglich besuchten bis zu 900 Schüler aus dem Kreisgebiet die fahrende Ausstellung. Auch beim „Tag der Akteure” im September im Hückelhovener Interkulturellen war das Bündnis maßgeblich eingebunden. Zu einem Kennenlernen holte das Bündnis am 30. September auch Schüler der Hückelhovener Hauptschule in das Flüchtlingswohnheim nach Millich. Im Dezember wurden Gottesdienste im Gedenken an die Opfer der rechten Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) organisiert, wobei auch die Moscheegemeinden einbezogen wurden.

Derzeit bestehen vier Arbeitskreise, die sich um „Integration”, „Sport und Kultur”, „Kinder, Jugend, Schule” sowie „Aktion” kümmern. Die Aktiven räumten jedoch in ihren Tätigkeitsberichten ein, dass das vergangene Jahr nicht so erfolgreich gewesen sei. Eine Bemühung, die im Kreis für Integration zuständigen Personen und Institutionen an einen Tisch zu bekommen, um ein Netzwerk zu bilden, war schon in der Startphase im Sande verlaufen, wie Jutta Schwinkendorf berichten musste. Dies liege jedoch nicht an mangelndem Interesse, sondern daran, dass die Integrationsbeauftragten vor Ort „völlig überlastet” seien. Schwinkendorf appellierte an die Politik, die kreisweite Vernetzung der Integrationsbeauftragten zu fördern, da es eine „politische Aufgabe” sei.

Über zu wenig Information klagte Jonas Goergens, der im Sprecherkreis den Arbeitskreis „Aktion” vertritt. Die Gruppe will aktiv werden, wenn rechte Aktivitäten im Kreis anstehen. Im vorigen Jahr blieb es jedoch bei einer Gegendemonstration bei eiLesung von Thilo Sarrazin. Eine schnellere Informationsvermittlung sei nötig, um öfter rechtzeitig aktiv werden zu können, lautete Goegens Rezept. Auch deshalb werden derzeit Kontakte zur „Antifa” aufgenommen, die auch im Kreis Heinsberg bei den Jugendlichen die erste Anlaufstelle ist. Zu den Mitgliedern gehören auch Kommunen

Das Bündnis gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg versteht sich als Plattform und Bindeglied für die vielen Aktionen, mit denen kreisweit gegen Rechtsradikalismus vorgegangen wird.

Es existiert seit 2009 und hat rund 220 Mitglieder, darunter auch viele Gemeinden im Kreis, Schulen, Kirchen und Organisationen. Auch auf Kreisebene findet die Arbeit des Bündnisses Unterstützung. Der Kreis Heinsberg gehört dem Bündnis auch an.
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