Gut besohlt auf zwei Routen durch die Region

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
8751502.jpg
Und hepp: Physiotherapeut Paul Zaubnrecher (r.) sorgte für das richtige Warmmachen vor dem Start auf die zwei angebotenen Strecken. Foto: Markus Bienwald
8751493.jpg
Mit den Söhnen Felix (r.) und Caspar machte sich Landrat Stephan Pusch auf den Weg. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. 1976, als die Arbeitsgemeinschaft (AG) Grenzland zwischen dem Kreis Heinsberg und der Provinz Limburg ihren ersten grenzüberschreitenden Wandertag abhielt, war eine Wanderung über die Grenze noch eine diffizile Angelegenheit.

Der Pass musste dabei sein, vom Weg durfte natürlich offiziell nicht abgewichen werden und auch sonst war den Grenzgängern einiges auferlegt. Das ist zum Glück Geschichte, so genossen am Sonntag 150 Wanderer die jüngste Auflage des Grenzüberschreitenden Wandertages.

Start- und Zielpunkt war dieses Mal die Sekundarschule in Waldfeucht-Haaren, wo die Aktiven des Musikvereins Haaren schon mit Getränken und einer köstlichen Erbsensuppe auf die Wanderer warteten. Doch davor gab es noch ein paar Begrüßungsworte von Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen und Landrat Stephan Pusch, der mit seinen Zwillingssöhnen Caspar und Felix die Strecke unter die Füße nahm. „Bei der Wanderung können sie einmal mehr die Schönheiten des Kreises Heinsberg entdecken“, warb Pusch als derzeit Vorsitzender der AG Grenzland.

Natürlich galt das auch für die direkt benachbarten Niederlande, die auf gleich zwei Wanderrouten mit eingebunden wurden. Wählen konnten die Wanderer, die alle bestens besohlt auf die Wandertour gingen, zwischen einer kürzeren Strecke mit acht Kilometern Länge und dem längeren Entwurf mit 13,5 Kilometern Gesamtstrecke. Beiden Strecken gemeinsam war, dass sie durch schöne Waldgebiete führten und für viel Abwechslung sorgten. So war auf der längeren Strecke auch der Bienen-Lehrpfad der ortsansässigen Imker zu bewundern. Ob dabei die vom Landrat versprochene Trockenheit immer eingehalten werden konnte, war zumindest bei den etwas schattigeren Streckenabschnitten durchaus fraglich.

Fraglos bereitete die Bewegung in der herrlichen Sonntagmorgenluft des wirklich goldenen Oktobers aber allen Beteiligten richtig viel Freude. Damit wurde die Bewegung an frischer Luft zu einer symbolischen Verdeutlichung der grenzüberschreitenden Freundschaft, so wie der Landrat es sich in seinen Eröffnungsworten auch wünschte. „Gerade in Zeiten, wo beispielsweise mit Mautplänen versucht wird, diese Einigkeit wieder zu stören, können wir hier ein Zeichen setzen“, fand Pusch.

Damit die Wanderei am Sonntagvormittag bei den Teilnehmern nur schöne Erinnerungen hinterließ, war auch erstmals ein Physiotherapeut mit dabei. Paul Zaunbrecher sorgte mit einem kurzen Aufwärmen dafür, dass die Gäste den gewählten Weg auch schadlos überstanden. „Bei unserem flachen Streckenprofil brauchen sie allerdings keine Stöcke“, riet er den Wanderern. Manche wollten dennoch nicht darauf verzichten, und genossen zusammen mit den „stocklosen“ Mitwanderern den Weg und den harmonischen Abschluss bei einem gemeinsamen Imbiss.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert