Grüne wollen wieder auf Maria Meurer setzen

Von: disch
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Maria Meurer aus Erkelenz soll wieder die Landratskandidatin der ­Grünen im Kreis Heinsberg werden.

Kreis Heinsberg. Auch wenn die offizielle Aufstellung bei der Mitgliederversammlung von Bündnis 90 / Die Grünen am Mittwochabend in der Heinsberger Stadthalle noch gar nicht auf der Tagesordnung stand: Maria Meurer, Fraktions­vorsitzende der Grünen im Kreistag, soll bei der Kommunalwahl am 25. Mai wieder als Landratskandidatin für ihre Partei antreten.

In einer offenen Abstimmung gab es schon einmal vorab ein einstimmiges Votum für Maria Meurer – bei ihrer eigenen Enthaltung. Für die offizielle Kür der Kandidatin wird eine weitere Versammlung einberufen.

Maria Meurer, 52-jährige freie Journalistin und Texterin aus Erkelenz, hatte bei der Landratswahl vor fünf Jahren 9,25 Prozent der Stimmen erreicht. Stephan Pusch (CDU) war mit 60,83 Prozent wiedergewählt worden.

„Beratung über die Aufstellung eines Kandidaten / einer Kandidatin zur Landratswahl 2014“ lautete ein Tagesordnungspunkt am Mittwochabend. Wie Maria Meurer berichtete, habe es im vergangenen Jahr Gespräche mit der SPD-Fraktion gegeben über die Frage, ob es Sinn mache, „gegen den sehr starken CDU-Kandidaten einen gemeinsamen Kandidaten auszugucken“.

Dies seien „erste Vorgespräche“ gewesen, zu denen die Initiative von der SPD ausgegangen sei. Die Grünen seien schließlich „aus allen Wolken gefallen“, als bekannt geworden sei, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende und Landratskandidat von 2009, Michael Stock, nun Bürgermeisterkandidat in Wegberg werden wolle. Schließlich sei die SPD jetzt vorgeprescht und habe Ralf Derichs als Landratskandidat nominiert. Für die Grünen stelle sich daher die Frage: „Wollen wir selbst einen Kandidaten aufstellen?“

Das Meinungsbild in der Versammlung war am Mittwochabend einhellig. Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl betonte, es sei „sehr wichtig“, eine eigene Person ins Rennen zu schicken; sie sprach sich für Maria Meurer aus. Hans ­Josef Dederichs, zuletzt als Kandidat für den Bundestag angetreten, pflichtete Ruth Seidl bei und betonte mit Blick auf Maria Meurer: „Unsere Kandidatin ist wesentlich besser.“

Maria Meurer habe sehr gute Arbeit geleistet, stellte ­Christel Honold-Ziegahn fest. „Wir brauchen jede Stimme“, unterstützte Gerhard Arndt diese Positionen. Regina Schaaf unterstrich, mit einer Frau sei eine ganz andere Außenwirkung zu erzielen: „Das ist auch Gleichstellungspolitik.“ Jürgen Benden sagte: „Maria Meurer ist eine richtig gute Kandidatin.“

Auf Platz eins wird Maria Meurer auf jeden Fall auf der Reserveliste von Bündnis 90 / Die Grünen bei der Kreistagswahl stehen: In der geheimen Abstimmung entfielen auf sie 33 Ja-Stimmen bei 33 abgegebenen Zetteln.

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