Grüne: „Wir brauchen eine andere Landwirtschaft”

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Kreis Heinsberg. Rund 50 Gäste konnte der Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen in der Heinsberger Stadthalle zu seinem Neujahrsempfang begrüßen, oder besser gesagt, „schon zum Frühjahrsempfang”, wie Norwich Rüße anmerkte.

Der Sprecher für Naturschutz, Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit aus der Grünen Landtagsfraktion war Gastredner der Veranstaltung, zu der Kreisverbandssprecherin Birgit Ummelmann gemeinsam mit ihrem Kollegen Rainer Rißmayer auch die Landtagsabgeordnete Dr.Ruth Seidl, Landrat Stephan Pusch (CDU), Maria Meurer als Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion und Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder (CDU) begrüßen konnte.

„Wir haben 2010 gesehen, dass grüne Themen hochgekommen sind. Umso mehr müssen wir jetzt daran arbeiten, mit grünen Themen weiter voranzugehen”, sagte Ummelmann. Wesentlich seien dabei zum Beispiel für den Kreis Heinsberg Diskussionen in Bezug auf Massentierhaltung oder Gülletransporte. Seidl gab dann zunächst einen Rückblick auf ihre landespolitische Arbeit, wobei sie vor allem die Bildungspolitik beleuchtete.

„Alles, was wächst und blüht und gedeiht”, umriss Rüße seinen Aufgabenbereich in der Landtagsfraktion. Es gehe darum, kleine Impulse zu setzen, erklärte er zu aktuellen Projekten wie „gentechnikfreies NRW” oder „faire Milch”.

Er habe gedacht, dass so etwas nach BSE nicht noch einmal möglich sein könne, betonte der Bauer mit Blick auf den aktuellen Dioxinskandal. Im Unterschied dazu gebe es jetzt keine Hysterie, da die Gesellschaft an sich informierter sei. „Wir brauchen eine andere Landwirtschaft”, so jedoch sein Credo. „Die Menschen stimmen mit Messer und Gabel ab.”

Höhere Anforderungen an Keim- und Brandschutz seien Maßnahmen, um dem geplanten Legehennenstall in Birgelen entgegenzuwirken, beantwortete er eine Anfrage des Wassenberger Stadtratsfraktionsvorsitzenden der Grünen, Robert Seidl.

In die Diskussion um Gülletransporte aus den Niederlanden schaltete sich dann auch Pusch ein. Der Landrat monierte, dass die Überwachung der Transporte nach Deutschland durch GPS-Systeme nicht mehr möglich sei, weil der Zugang dazu durch die Niederlande wieder eingestellt worden sei.

Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer bei diesem Punkt, dass alle derzeit vorhandenen gesetzlichen Regelungen das Problem nicht vom Kern her angehen würden.
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