Grüne schüttelt Hände auch ohne jede Spende

Von: disch
Letzte Aktualisierung:
grün-foto
Herzliches Willkommen bei den Grünen in Heinsberg: Die NRW-Spitzenkandidatin der Partei, Sylvia Löhrmann (2.v.r.), wurde am Sonntag im Hotel Corsten von Kreisvorstandssprecherin Birgit Ummelmann (l.) sowie den Landtagskandidatinnen Dr. Ruth Seidl (r.) und Elsbeth Küppers-Hofmann (2.v.l.) begrüßt. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. „Sie müssen nichts spenden!” Sylvia Löhrmann, die Spitzenkandidatin von Bündnis 90 / Die Grünen, bei der Landtagswahl am 9. Mai, schüttelte am Sonntag beim Wahlkampfauftakt der Heinsberger Kreis-Grünen gerne viele Hände - auch ohne jede finanzielle Gegenleistung.

Die Sponsoren-Affäre der nordrhein-westfälischen CDU war Löhrmann aber zumindest einige Anmerkungen wert. Sie glaube nicht, dass Ministerpräsident Jürgen Rüttgers käuflich sei, sagte die Grüne. Die Vorgänge in der CDU würden jedoch die Denkweise dort belegen - nach der Devise: „Uns gehört das Land! Da stelle sich schon die Frage, was das für ein Umgang mit Demokratie sei.

Birgit Ummelmann, die Sprecherin des Kreisvorstandes, freute sich, unter den Gästen am Sonntag im Heinsberger Hotel Corsten unter anderem die frühere Bundestagsabgeordnete Christa Nickels aus Geilenkirchen begrüßen zu können. Als Kandidatinnen für die Landtagswahl im Kreis Heinsberg stellte sie Dr. Ruth Seidl für den Nordkreis und Elsbeth Küppers-Hofmann für den Südkreis vor.

Sylvia Löhrmann freute sich, dass „es brummt bei den Grünen”. Die Grünen seien inzwischen etabliert in der Weise, „dass die Menschen möchten, dass wir bleiben”. Die Grünen seien als wichtige Partei für die Weiterentwicklung der Gesellschaft anerkannt. Löhrmann kritisierte, dass von der CDU/FDP-Landesregierung in vielen Bereichen „Weichen falsch gestellt” worden seien. Die soziale Spaltung sei verschärft worden. Die Landtagswahl solle aber auch ein Stoppsignal nach Berlin senden, um den Ausstieg aus dem Atomausstieg zu verhindern, eine solidarische Gesundheitspolitik zu sichern und den Staat handlungsfähig zu halten - ohne weitere Steuersenkungen. Löhrmann plädierte dafür, Schwarz-Gelb die rote und grüne Karte zu zeigen.

Ruth Seidl und Elsbeth Küppers-Hofmann präsentierten den Gästen „Die Räuber in Schwarz-Gelb - Ein Trauerspiel in sieben Akten” mit einer ganzen Reihe von Kritikpunkten an der Arbeit der Landesregierung: Schwarz-Gelb kürze bei den Kurzen, raube Bürgern Rechte, lasse die Schwächsten im Regen stehen, hofiere Klimakiller, raube Zukunftschancen und fördere Turbostress, habe nichts übrig für Mensch, Tiere, Natur und Bio-Boom und plündere bei Land, Städten und Gemeinden, so ihre Botschaften. Ihre Alternativen präsentierten sie als „Land des Lächelns ganz in Grün”.

Die Grünen versprachen 100.000 neue Jobs durch Gebäudesanierung, einen existenzsicherenden Mindestlohn auf breiter Basis, gesundes Mittagessen für alle Kinder flächendeckend in allen Schulen und Kindertagesstätten, die Sicherung von Schulstandorten auch auf dem Lande, die Abschaffung der Studiengebühren, die Etablierung von Umweltwirtschaft als neue Leitbranche in NRW, eine Ausbauoffensive für Busse und Bahnen sowie mehr demokratische Mitsprache- und Mitentscheidungsrechte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert