Grüne präsentieren Kreiswahlprogramm

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Wir haben schon früh begonnen, vernünftige Konzepte für eine sozial und ökologisch ausgerichtete Gesellschaft zu entwickeln, in denen globale Zusammenhänge berücksichtigt werden. Jetzt wird es allerhöchste Zeit, diese Konzepte umzusetzen, auch im Kreis Heinsberg, um aus dem Dilemma zwischen Klimawandel, Bankencrash und Wirtschaftskrise sozial- und umweltverträglich herauszukommen”, heißt es im Kreiswahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen, das bei einer Versammlung im Heinsberger Hotel Corsten präsentiert wurde.

Weiter ist zu lesen: „Dem Klimawandel effektiv begegnen, die Energieversorgung der Zukunft lösen, ohne dass unser aller Lebensgrundlage zerstört wird, und ein soziales und demokratisches Miteinander sichern: Das sind die Kernaufgaben, vor denen auch die Kommunalpolitik steht. Es geht nur mit starken Grünen, denn: Nur wo Grün draufsteht, ist auch wirklich Grün drin. Zeit für Grün, Zeit für Veränderung.”

Ulrich Horst, Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion, skizzierte Grundzüge des Programms. So solle im Bereich der Energie die Versorgung auf regenerativer Basis, besonders durch Biomasse, die vor Ort in Blockheizkraftwerken eingesetzt werde, vorangetrieben werden.

Die Grünen schlagen die freiwillige Einrichtung eines Energiebeirates vor, damit das Thema noch stärker in der Bevölkerung verankert wird. Die erste Photovoltaikanlage als Bürgersolarkraftwerk sei „in trockenen Tüchern” - dank grüner Idee.

Die Grünen plädieren für eine kommunale Energieberatung oder eine Verbraucherberatungsstelle, die Energieberatung als festen Bestandteil ihres Angebots umfassen sollte. Bei der Windkraft laute das Zauberwort Re-Powering: Statt vieler kleiner Anlagen sollten weniger und dafür leistungsfähigere Anlagen auf den vorhandenen Flächen installiert werden.

Aktivierung der Altarme und Rückbau der Wehre bei Orsbeck und Karken an der Rur sowie Renaturierung der Wurm sind ebenfalls Punkte im Programm der Grünen. Sie würden die Aufhebung des Zuweisungszwangs zur Müllverbrennungsanlage Weisweiler begrüßen, wenn die Bürger dadurch geringere Müllgebühren zu zahlen hätten, dies dürfe aber nicht zu Mülltourismus führen.

Der breit gefächerte Forderungskatalog der Grünen reicht von kostenlosen warmen Mahlzeiten in Kindertagesstätten und Schulen über die Einrichtung von weiteren Gesamtschulen bis zum Austausch der veralteten, gesundheitsgefährdenden und umweltbelastenden Triebwerke der Nato-Awacs-Flugzeuge in Geilenkirchen-Teveren, um nur einige Beispiele zu nennen.

Beim Öffentlichen Personennahverkehr wurde betont, dass die Bürger ein regelmäßiges Mindestangebot an Linien auch in den Abendstunden und am Wochenende vorfinden müssten.
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