Waldfeucht-Haaren - Grüne Oase an der Obspringener Straße: Neue Infotafel

Grüne Oase an der Obspringener Straße: Neue Infotafel

Von: Nalini Dias
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Genossen die Sonne am renaturierten Kitschbach: Josef Wallraven (Untere Wasserbehörde im Kreis Heinsberg), Dezernent Herbert Thißen, Hans Hunscheidt (Bezirksregierung), Ratsherr Heinz Otten, Bürgermeister Johannes von Helden und Ingenieur Hans-Josef Heuter (Projekt-Koordinator im Auftrag der Gemeinde)(v.l.). Foto: N. Dias

Waldfeucht-Haaren. Blauer Himmel, die Vögel zwitschern, das Wasser des Kitschbaches plätschert ruhig vor sich hin und mäandert durch die Auen, auf der anderen Seite der grünen Oase grast friedlich eine Herde von Weidetieren, gemütlich schlendern Familien über das Gelände.

Noch lässt sich dieses Szenario auf dem 35.000 m2 großen Areal an der Obspringener Straße in Haaren nur schwer vorstellen. Die Arbeiten der Baufirma Bowingloh und Helfbernd zum naturnahen Ausbau von Teilen des Kitschbaches und des Waldfeuchter Baches auf einer Länge von rund 550 Metern sind ja auch gerade erst abgeschlossen.

Doch Bürgermeister Johannes von Helden gab sich am Mittwoch bei der offiziellen Abnahme des renaturierten Geländes sehr optimistisch, dass den Rest nun die Natur selbst bestens erledigen werde, so dass bereits im Sommer ein wirkliche grüne Oase aus dem derzeit noch etwas wie eine Mondlandschaft anmutenden Gelände werden kann. „Erste Fische kann man im Kitschbach schon beobachten”, war von Helden begeistert. „Ich freue mich, dass es so naturnah geworden ist.”

Und dabei ging die Umsetzung recht schnell. Erst im November hatte die Gemeinde die Bewilligung der Landesmittel für den Rückbau der einst begradigten Wasserverläufe erhalten. Innerhalb von gut drei Monaten wurde das 600.000 Euro teure Projekt realisiert. „Das Land fördert die Maßnahme mit 80 Prozent, den Rest übernehmen andere Behörden aufgrund des ökologischen Mehrwerts der Renaturierung”, erklärte Johannes von Helden.

„Ich habe von Anfang an gesagt, es muss für die Gemeinde ein Nullsummenspiel werden. Und das ist uns in Zusammenarbeit mit den Ingenieurbüros Heuter und Nacken sowie den Behörden gelungen”, war der Rathauschef erfreut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wo die Bäche zuvor in engen, tief liegenden Betten flossen, finden sich nun breitere und flachere Wasserläufe, die sich natürlich durch die Landschaft schlängeln.

Bei starkem Regen kann das Wasser nun naturgemäß über den Bachrand auf die Auen fließen, so dass auch die Gefahr von Überschwemmungen im angrenzenden Wohngebiet deutlich gemindert ist. Im Gelände verstreut wurden zudem kleinere Anhäufungen von sogenanntem „Totholz” platziert, damit sich in der natürlichen Umgebung auch Kleinstlebewesen ansiedeln. Um das neue Naherholungsgebiet für Besucher attraktiv zu machen, führt ein Weg durch das frisch eingezäunte Areal.

Zwei Holzbrücken verbinden die beiden Uferseiten. Demnächst sollen noch Fußgängertörchen installiert werden, die sich automatisch schließen, damit die geplante Herde von Schafen oder Rindern (die endgültige Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen) nicht aus dem Bereich entwischen kann. Ruhebänke am Rande der Grünfläche und eine neue Informationstafel komplettieren die Oase in ihrer derzeitigen Form.

Allerdings, so sagte Johannes von Helden, ist das Projekt noch nicht beendet. Die Gemeinde möchte in naher Zukunft eine angrenzende Fläche am Kitschbach, auf der sich jetzt noch ein Feld befindet, erschließen und damit die Anbindung zum Schalbruch schaffen. „Wir wollen, dass die Menschen miterleben, wie Natur entsteht.”
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