Grüne gehen „mit viel Power” in Wahlkampf

Von: disch
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Gisela Johlke (Mitte) aus Heinsberg tritt für Bündnis 90 / Die Grünen bei der Bundestagswahl an: Der einstimmig nominierten Kandidatin gratulierten die Sprecherin des Kreisverbandes, Birgit Ummelmann (r.), und die Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Maria Meurer (l.). Foto: Jennes

Kreis Heinsberg. Gisela Johlke aus Heinsberg tritt für Bündnis 90/Die Grünen bei der Bundestagswahl als Direktkandidatin im Wahlkreis Heinsberg an. Bei einer Mitgliederversammlung der Kreis-Grünen in der Heinsberger Stadthalle wurde sie in geheimer Wahl nominiert: mit 17 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung ohne Gegenstimme.

„Ich gehöre zur Generation 60plus und obwohl ich Rentnerin bin, oder gerade deshalb, will ich mein soziales und politisches Engagement noch einmal geballt für Grüne Inhalte zur Verfügung stellen”, erklärte Gisela Johlke (64) bei ihrer Vorstellung. Gemeinsam mit den engagierten Mitgliedern wolle sie „mit viel Power Wahlkampf machen” und „als Botschafterin im konstruktiven Dialog” für die Grünen Ziele werben, versprach die Diplom-Sozialpädagogin, zuletzt tätig als Leiterin einer Betreuungsstelle des Lebenshilfe-Betreuungsvereins und als gesetzliche Betreuerin für Personen mit geistiger oder psychischer Beeinträchtigung.

Johlke ist seit 1994 Ratsmitglied und seit 1999 Fraktionssprecherin im Heinsberger Stadtrat. 1999 und 2004 war sie Bürgermeisterkandidatin. 2005 wurde sie Fraktionsmitglied der Grünen im Regionalrat und beim Landschaftsverband.

„Ich habe 15 Jahre lang alle Höhen und Tiefen der Kommunalpolitik durchlebt und zuweilen auch durchlitten”, sagte Johlke. „Wir konnten als Grüne häufig Impulse geben”, die allerdings immer erst nach einer gewissen Schamfrist als Anregungen der CDU-Fraktion beziehungsweise der Verwaltung umgesetzt wurden”, sagte sie mit Hinweis auf Lago Laprello, Burg- und Kirchberg sowie Cafeteria am Krankenhaus in Heinsberg.

Zu ihrer Motivation führte Johlke aus, dass sie „die wachsende soziale Ungerechtigkeit und das Anwachsen der Armut in weiten Kreisen der Bevölkerung” empöre. Als langjährige Fachfrau in sozialen Arbeitsfeldern sehe sie die Entwicklung sehr kritisch. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die momentane wirtschaftliche und finanzielle Krise ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat und wir mit weiterem Arbeitsplatzabbau rechnen müssen.”

Es sei hinlänglich bekannt, dass Arbeitslosigkeit das Armutsrisiko verdoppele. Auch der Klimawandel und seine Folgen lassen Johlke keine Ruhe. „Ich denke, die Zeit ist reif für grundlegende, zukunftsfähige Veränderungen. Wir Grüne konnten viel bewirken, wir haben für einen umweltpolitischen Aufbruch gesorgt und wesentliche Ziele beim Verbraucherschutz erreicht. Deutschland ist globaler Marktführer für Windkraft und Photovoltaik. Dennoch reicht das alles nicht. Unsere Gesellschaft braucht ein kreatives, produktives Klima, in dem neue Beschäftigungsverhältnisse, besonders in den Bereichen erneuerbarer Energien, entstehen können.”

Um diese Ziele zu erreichen, seien neue Gestaltungsmehrheiten gefragt, so Johlke. Sie fordere den ernsthaften Dialog der Verantwortlichen darüber, wie Klimaschutz, gerechte Verteilung von Chancen und der Verbrauch der Ressourcen geregelt werden könnten sowie entschlossenes Handeln. Es gebe Grüne Antworten, verwies sie beispielhaft auf ein Zehn-Punkte-Programm, mit dem der Armut der Kampf angesagt werde.
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