Grüne begrüßen neues Landesjagdgesetz

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Kreis Heinsberg. Die Zahlen über den Abschuss von Haustieren durch die Jägerschaft sprechen nach Ansicht der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auch im Kreis Heinsberg für sich.

Im Jagdjahr vom April 2013 bis März 2014 seien 207 Katzen und zwölf Hunde von Jägern erschossen worden; im Jagdjahr zuvor seien 316 Katzen betroffen gewesen, aber kein Hund.

Diese Zahlen veröffentlichten die Grünen am Mittwoch unter Berufung auf Angaben der Unteren Jagdbehörde des Kreises Heinsberg. Die Kreistagsfraktion der Grünen begrüße daher sehr, dass das neue Landesjagdgesetz das Töten von Haustieren durch die Jägerschaft „endlich verbieten“ solle. „Katzen bedeuten nachweislich keine Gefahr für den Bestand der jagdbaren Wildtiere. Sie gehören nicht ins Visier von Jägern“, so ihre Position.

„Wenn herrenlose oder verwilderte Katzenpopulationen reduziert werden sollen, wofür wir Grünen uns schon lange engagieren, kann das nicht die Aufgabe von Jägern sein“, erklärte Sofia Tillmanns, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion. „Die Kommunen könnten in ihren Satzungen die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen einführen. Dies ist die sicherste Methode, weiteres Katzenelend zu verhindern.“

Die Landesregierung hatte den Entwurf für das neue Ökologische Jagdgesetz NRW vorgelegt. Umweltminister Johannes Remmel hatte die Eckpunkte am Dienstag in Düsseldorf erläutert. Der Abschuss von Hunden soll demnach nur noch in absoluten Ausnahmen möglich sein, wenn andere und mildere Mittel vorher nicht erfolgreich sein sollten. Der Abschuss von Hauskatzen wird grundsätzlich untersagt.

Das neue Gesetz bedeute vor allem für den Tierschutz „einen großen Fortschritt“, so Tillmanns weiter, weil Füchse und Dachse nicht mehr mit Hunden gejagt werden dürften, indem diese in den Bau der Tiere eindringen würden. Außerdem werde es ein Verbot von Totschlagfallen geben.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Heinsberger Kreistag, Maria Meurer, hob die Verbesserung der Ökologie hervor, die das neue Jagdgesetz bedeuten werde. „Tiere auf der Roten Listen dürfen nicht mehr gejagt werden. Wird ein starker Wildverbiss an Bäumen festgestellt, ist eine Ausdehnung der Jagdzeit für Rehböcke möglich.“ Dadurch könnten Wälder und Biotope besser geschützt und das ökologische Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

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