Kreis Heinsberg - Gründung von Wohnungsbaugesellschaft weiter Thema

Gründung von Wohnungsbaugesellschaft weiter Thema

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Kreis Heinsberg. Vor dem Hintergrund des Themas „Wohnungsmangel“ prüfen die Kreistagsfraktionen von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und Freien Wählern die mögliche Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft für den Kreis Heinsberg.

Mitglieder der drei Fraktionen trafen sich im Heinsberger Kreishaus mit Diether Thelen, Vorstandsmitglied der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft für den Kreis Viersen (GWG), Diether Thelen, der über geschäftliche und wirtschaftliche Grundlagen und Voraussetzungen zur Gründung und zum Betrieb einer kreisweiten kommunalen Wohnungsbaugesellschaft informierte.

Thelen stellte die GWG und die gesellschaftliche Sonderform als Aktiengesellschaft vor. Die GWG ist im Besitz von circa 4500 Wohnungen, verwaltet 500 Fremdwohnungen und stellt auch Wohnungen und Unterkünfte für Flüchtlinge zur Verfügung. Die Unternehmensform geht auf das Jahr 1901 zurück. Die Aktienanteile werden vom Kreis Viersen und Kommunen des Kreises gehalten.

Thelen führte aus, dass bei einer Neugründung die Rechtsform der GmbH empfehlenswert sei. Da könne eine Beteiligung des Kreises mit einem Drittel, der Kommunen mit einem Drittel und einer Regionalbank mit einem Drittel erfolgen. Angestrebt werden sollte der Aufbau eines Wohnungsbestandes mit 300 Wohnungen in zehn Jahren, was Investitionskosten in Höhe von 60 Millionen Euro bedeuten würde, wobei mindestens 200 Wohnungen innerhalb von fünf Jahren geschaffen werden sollten.

Eine solche Gesellschaft solle die internen Bereiche Sozialarbeit, Hausbewirtschaftung, Bau, allgemeine Verwaltung, Buchhaltung und Regiebetriebe abbilden. Die Eigenkapitalquote solle nicht über 25 Prozent steigen und eine Leerstandsquote von zwei Prozent angestrebt werden. Eine Mittelnettokaltmiete in Höhe von fünf Euro je Quadratmeter Nettowohnfläche wäre aus heutiger Sicht für den Kreis Heinsberg bei den Objekten zugrunde zu legen. „Wenn die Wohnungen in Ordnung sind, werden diese auch vermarktbar sein“, so Thelen

Nachdem der angekündigte Fragenkatalog für die Verwaltung zwischenzeitlich fertiggestellt worden seien, sind aus Sicht der drei Fraktionen jetzt die Grundlagen für weitere Projektaktivitäten durch die Erhebung von Strukturdaten des Wohnungsbaus im Kreis Heinsberg zu erarbeiten. Nach Vorlage der Daten müsse die politische Diskussion in allen Fraktion mit der Frage beginnen, ob man eine solche Gesellschaft wolle und wie diese gestaltet werden solle, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung.

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