Gründerregion wirbt für die Teilnahme an AC²

Von: disch
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Am Firmensitz des Preisträgers Otto Gourmet: Mit einem Pressegespräch in Oberbruch wurde für die Teilnahme von möglichst vielen Unternehmen aus dem Kreis Heinsberg an „AC2 – die Wachstumsinitiative“ geworben.

Kreis Heinsberg. Unter dem Motto „Klar Schiff machen, Kurs aufnehmen“ hat die Gründer-Region Aachen jetzt kleine und mittelständische Unternehmen zur Teilnahme an der neuen Auflage von „AC² – die Wachstumsinitiative“ aufgerufen.

Im Oberbrucher Bizzpark, am Firmensitz von Otto Gourmet, ­einem Preisträger der Wachstumsinitiative 2014/15, rührte Heike Krier, Geschäftsführerin der Gründer-Region, kräftig die Werbetrommel für die Initiative. Teilnehmen können Firmen aus der Wirtschaftsregion Aachen – Düren – Euskirchen – Heinsberg mit einer Mitarbeiterzahl zwischen fünf und 250; die Gründung sollte möglichst vor 2011 erfolgt sein.

Auch wenn die drei besten Wachstumspläne am Ende mit Preisgeldern in Höhe von 5000, 2500 und 1000 Euro belohnt werden, so betonte Krier: „Hier gewinnen alle, die mitmachen.“

Die Geschäftsführerin stellte die anderen Mehrwerte für die Unternehmen heraus: Mobilisierung des ­­eigenen Wachstumspotenzials, professionelle kostenfreie Beratung, zwei unabhängige Gutachten zum Wachstumsplan, Vortragsabende zu Wachstumsthemen und Veranstaltungen zum Thema Innovation, Kontakte zu Kapitalgebern und Branchenexperten sowie Steigerung der Wahrnehmung des Unternehmens in der Öffentlichkeit.

All dies sei letztlich wichtiger als die Preise. Das Mitmachen lohne sich, so Krier. Denn oft würden Ideen in der Schublade bleiben, weil der „entscheidende Schubs“ fehle. Die Wachstumsinitiative biete eine strukturierte Begleitung und einen zeitlichen Rahmen, um sich eingehend mit den Wachstumsplänen zu befassen.

Die Wachstumsinitiative zeigt nach Angaben der Gründer-Region Aachen konkrete Wirkung: Mehr als 450 Unternehmen aus der gesamten Wirtschaftsregion haben seit dem Start 2003 mitgemacht. Und die Umsetzung ausformulierter Wachstumspläne hat zur Schaffung von mindestens 1400 neuen Arbeitsplätzen geführt.

So unterstrich denn auch Heinz-Theo Tholen, der stellvertretende Landrat des Kreises Heinsberg, die Bedeutung der Initiative: „Der regionalwirtschaftliche Nutzen ist enorm.“ Sie diene letztlich auch der Bestandssicherung von Unternehmen im Kreis Heinsberg.

„Wir wünschen sehr, dass möglichst viele Unternehmen aus dem Kreis Heinsberg sich an dem Wettbewerb beteiligen“, sagte der stellvertretende Landrat. Eine Hoffnung, die er mit Ulrich Schirowski, dem neuen Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG), teilt.

Stephan Otto, Geschäftsführer der Gebrüder Otto Gourmet GmbH, sagte, er könne jedem nur empfehlen, an „AC² – die Wachstumsinitiative“ teilzunehmen. „Unser Unternehmen ist von Wachstum geprägt“, stellte Otto fest. Vor zehn Jahren sei die Idee geboren worden, den besten Online-Fleischhandel Deutschlands aufzubauen. Inzwischen habe das Unternehmen 70 Mitarbeiter und zehn Millionen Euro Jahresumsatz. „Wir würden uns als führend im Markt sehen.“

Die Gastronomie werde ebenso beliefert wie Privatkunden. Aber die Idee, die für AC² aus der Schublade geholt wurde, war der Gedanke, neben dem Online-Handel auch einen stationären Vertriebsweg aufzubauen, also Fleisch nicht nur über das Internet, sondern auch über eigene Geschäfte zu vertreiben. So wurde „Männer-Metzger“ geboren, ein Konzept, das Fleischverkauf, Fleischbistro und Treffpunkt für Genießer miteinander verbinden soll.

Das Konzept wurde nicht nur mit dem zweiten Platz bei der Wachstumsinitiative belohnt, sondern es wird auch aktuell umgesetzt – mit einem ersten Standort in Heinsberg am Markt, der noch in diesem Jahr eröffnet werden soll. Bundesweit sollen langfristig zwischen 100 und 200 solcher Geschäfte entstehen. Vor allem die Begleitung und den neutralen Blick von Berater- und Gutachterseite auf die Wachstumsideen – ohne „Betriebsblindheit“ – hat Otto als wertvoll empfunden.

Einer, der bei der nächsten Runde von „AC² – die Wachstumsinitiative“ mitmachen will, ist Thomas Lisson, Geschäftsführer der JTL-Software GmbH, die im Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven beheimatet ist, ebenfalls rund 70 Mitarbeiter zählt und über vier Millionen Euro Jahresumsatz hat. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen Deutschlands.

Der über eine Zweigstelle in Hürth bei Köln sowie rund 300 Servicepartner verfügende Entwickler von Software für den Online-Handel versorgt kleine und mittelständische Händler mit einem Warenwirtschaftssystem. Diese Software ist kostenlos, der Umsatz wird über Dienstleistungen und Produkte, die JTL anbietet, erlöst. „Wir wachsen ziemlich gut und ziemlich schnell“, so Lisson.

Aber zwei Themenfelder hat das Unternehmen identifiziert, die nun bei der Wachstumsinitiative in den Fokus gerückt werden sollen: Marketing und Internationalisierung. Denn auch wenn von den 40 Milliarden Euro Jahresumsatz im Online-Handel in Deutschland immerhin rund zwei Milliarden Euro – also fünf Prozent – von JTL-Kunden mit Hilfe von JTL-Software erzielt werden, denkt Lisson doch an einen noch größeren Hebel und eine noch größere Reichweite.

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