Selfkant - Großübung auf dem alten Safari-Gelände

Großübung auf dem alten Safari-Gelände

Von: agsb
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Arbeit unter schweren Bedingungen: Die Feuerwehrleute aus dem Selfkant meisterten einen Ubungseinsatz in der „Löwensafari”. Foto: agsb

Selfkant. Zu einer Großübung der Selfkantfeuerwehren kam es jetzt auf dem Gelände der früheren Löwensafari. Beteiligt waren der Löschzug 1 Millen/Tüddern mit Höngen/Saeffelen sowie Löschzug 2 Hillensberg/Süsterseel mit Schalbruch/Havert.

Nur wenige waren über diesen Übungseinsatz eingeweiht und diese hielten bis zum Eintreffen der Feuerwehren „dicht”. Selbst Rat und Verwaltung waren nicht informiert. Das Organisationsteam um Gemeindebrandinspektor Ralf Herbertz hatte ein Übungsszenario entwickelt, in dessen Vordergrund die patientenorientierte Rettung aus verunglückten Fahrzeugen stand. Schwerpunkt sollte sein, eingeklemmte Personen (Attrappen) in verschiedenen Unfallsituationen unter größtmöglicher Schonung aus ihrer Zwangslage zu befreien.

Die Einheit Millen-Tüddern traf auf einen auf der Kippe stehenden Pkw in einer Böschung, der von der Straße abgekommen und mit mehreren Bäumen kollidiert war. Dabei wurde die Fahrerin eingeklemmt, ihre kleine Tochter aus dem Fahrzeug geschleudert und in der Dunkelheit vermisst. Hier galt es, den Pkw gegen Absturz zu sichern, die Fahrerin nach Abtrennen des Daches zu befreien und das vermisste Kind zu finden.

Die Einheit Höngen-Saeffelen fand folgende Einsatzlage vor: Ein Auto stürzte eine etwa fünf Meter hohe Böschung herab, der Beifahrer wurde beim Überschlag herausgeschleudert und im Fallen von einem Zaunpfahl im Schulterbereich durchbohrt. Der Pkw blieb auf dem Dach liegen, wobei der Fahrer im zerstörten Wrack eingeschlossen wurde. Die Aufgabe bestand darin, den Pfahl aus dem Erdreich zu lockern und zu kürzen, um einen Transport des Patienten ins Krankenhaus zu ermöglichen. Der Pkw wurde mittels Abstützungen und Unterbauungen soweit stabilisiert, dass die Dachholme durchtrennt werden konnten.

Der Löschzug 2 kümmerte sich um den Unfall eines Lkw, der über einen Radweg geschleudert war und dort einen Radfahrer erfasst hatte, der dabei zwischen Führerhaus und Bäumen eingeklemmt wurde. Der Fahrer wurde durch den Aufprall ebenfalls in seinem Führerhaus eingeklemmt. Die erste Maßnahme bestand in der Rettung des Radfahrers durch kontrolliertes Wegziehen des Lkw mittels Greifzug. Danach wurde eine Rettungsbühne in Stellung gebracht, um nach der Zerlegung des Führerhauses mit hydraulischem Gerät den Fahrer zu befreien.

Alle Löscheinheiten meisterten die Übung mit Bravour. Gemeindebrandinspektor Ralf Herbertz bedankte für die gelungene Übung und sprach von einer weiteren Leistungssteigerung der Selfkantfeuerwehr.
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