Selfkant - Große Zufriedenheit nach Eneco-Tour-Spektakel

Große Zufriedenheit nach Eneco-Tour-Spektakel

Von: disch
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Auf der Bergstraße in Hillens
Auf der Bergstraße in Hillensberg: Diesem Fahrer vom Orica - Greenedge Cycling Team machte nicht nur der steile Anstieg zu schaffen, vielmehr hatte ihn ein Defekt gestoppt. Sein Team siegte trotzdem. Denn bei der Zeitnahme im Ziel in Sittard war nicht die Passage des jeweiligen letzten Fahrers der achtköpfigen Mannschaften ausschlaggebend, sondern nach dem fünften Fahrer im Ziel blieb die Uhr stehen. Fotos (4): agsb Foto: agsb

Selfkant. Am Tag nach dem Eneco-Tour-Spektakel herrschte in der Gemeinde Selfkant, für die dieses Radsport-Ereignis der Extraklasse - nicht zuletzt wegen der Fernsehübertragung - eine tolle Werbung war, große Zufriedenheit.

„Das war von den Dimensionen her ein fast schon einmaliges Event, das unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen hat”, sagte Bürgermeister Herbert Corsten am Mittwoch. Die Zuschauerzahlen entlang der gesamten Strecke würden belegen: „Das Interesse der Menschen in der Region an einem solchen Event ist groß.” Nicht nur in Hillensberg, sondern beispielsweise auch an der Kurve in Höngen und an der Wehrer Bahn hätten viele Radsportfans das Geschehen verfolgt.

So sieht der Bürgermeister die Gemeinde positiv aufgestellt für eventuelle Neuauflagen, wenn dieses Etappenrennen für Radprofis durch die Niederlande und Belgien wieder einmal einen Abstecher über die Grenze machen sollte. Auch wenn es in absehbarer Zeit kaum noch einmal ein solches spektakuläres Mannschaftszeitfahren durch fünf Orte geben dürfte, könnte sich Corsten eine weitere Durchfahrt der Eneco-Tour oder eine Bergwertung in Hillensberg durchaus vorstellen.

Corstens Dank galt der Bevölkerung, die dieser Veranstaltung und den damit verbundenen Einschränkungen im Straßenverkehr- diesmal großflächiger und für mehrere Stunden - sehr großes Verständnis entgegengebracht habe. Beschwerden von Bürgern oder negative Reaktionen von ­Autofahrern habe es nur in Einzelfällen gegeben.

Corsten dankte auch den vielen Mitstreitern, die das Radsport-­Ereignis möglich gemacht hätten: den Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung, allen voran Ad Stelten und Matthias Jung, dem Bauhof und der Freiwilligen Feuerwehr, den freiwilligen Helfern im Rahmen der Streckenabsicherung, der Kreispolizeibehörde, die eng mit der niederländischen Polizei zusammengearbeitet habe, dem Straßenverkehrsamt des Kreises sowie Straßen.NRW, dem Trommler- und Pfeiferkorps Hillensberg, das an der Bergstraße für den Ausschank verantwortlich war, dem Zeitungsverlag ­Aachen (Heinsberger Zeitung / Heinsberger Nachrichten / Geilenkirchener Zeitung) als Medienpartner sowie den Sponsoren: NEW / West Energie und Verkehr, M&S ­Medienwelt (Wehr), EP Wendt (Karken), D&D Verhuur (Kerkrade), Wash4Cars (Tüddern), Willy Dohmen Tief- und Straßenbau (Übach-Palenberg), Grenzland Baugeräte (Hückelhoven) sowie Kreissparkasse Heinsberg, Raiff­eisenbank Heinsberg und Baustoffe Krewel (Wehr). Besonders der Velo-Club Selfkant habe sich glänzend eingebracht in diese Veranstaltung: mit dem Einsatz von freiwilligen Helfern an der Strecke, aber auch mit einem Team, das beim Zeitfahren für die Freizeitmannschaften gestartet sei.

„Knackpunkte” gemeistert

Helmut Cohnen, Willi Hamacher, Stefan Lennartz, Alwin Penners und Thorsten Peters hatten für den Velo-Club die 18,9 Kilometer lange Distanz auf dem Original-Parcours der Profis in Angriff genommen und mit 28:30 Minuten (also mit einem Schnitt von fast 40 km/h) den zehnten Platz unter 22 Teams belegt. Sie waren am Ende zufrieden, denn vor allem war es ihnen auf den Zusammenhalt angekommen: „Mit fünf gestartet, mit fünf ins Ziel gekommen” - dies war ihnen besonders wichtig. Mit Bravour hatten sie den Kampf gegen den böigen Wind und den steilen Anstieg auf der Bergstraße in Hillensberg gemeistert. Zwei Knackpunkte an diesem Tag, die auch so manchem Profi im Mannschaftszeitfahren der Eneco-Tour arg zu schaffen machten. Die Eneco-Tour läuft noch bis Sonntag

Die Eneco-Tourwurde am Mittwoch in Belgien mit der 188 Kilometer langen dritten Etappe von Riemst nach Genk fortgesetzt. Dabei gab es einen Erfolg für das niederländische Team Rabobank: Theo Bos siegte in der Sprintentscheidung vor John Degenkolb (Argos - Shimano) und Heinrich Haussler (Garmin - Barracuda). In der Gesamtwertung verteidigte der Belgier Jens Keukeleire vom Team Orica - Greenedge, das am Dienstag das Mannschaftszeitfahren mit Start und Ziel in Sittard gewonnen hatte, Rang eins.

Weiter geht es an diesem Donnerstag mit der 213,3 Kilometer langen Etappe von Heers (B) nach Bergen op Zoom (NL). Die fünfte Etappe führt am Freitag wieder von den Niederlanden zurück nach Belgien: von Hoogerheide über 184,6 Kilometer nach Aalter. Am Samstag gibt es ein 17,4 Kilometer langes Einzelzeitfahren mit Start und Ziel im belgischen Ardooide. Nach der Schlussetappe am Sonntag in Belgien über 207,7 Kilometer von Maldegem nach Geraardsbergen wird dann der Sieger der Eneco-Tour 2012 feststehen.
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