Große Mehrheit im Kreistag für Kompromisslösung für Begas-Haus

Von: disch
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Das Museum Begas-Haus in Heinsberg: Kommt es nach den Turbulenzen um die Finanzierung des Trägervereins langsam wieder zur Ruhe? Foto: defi

Kreis Heinsberg. Nach den Turbulenzen um die finanzielle Situation des von Kreis und Stadt getragenen Trägervereins Museum Heinsberg hat der Kreistag nun mit großer Mehrheit dem bereits bekannt gewordenen Kompromiss zugestimmt, allerdings gab es auch Änderungen und Auflagen.

Und es wurden drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen verzeichnet.

Zum Ausgleich des Fehlbetrages für das Jahr 2014 stellt der Kreis Heinsberg Mittel in Höhe von 55 000 Euro bereit. Dies ist aber an die Bedingung geknüpft, dass die Stadt Heinsberg in gleicher Weise vorgeht. Sollte im Zusammenhang mit einer vorgesehenen Rückzahlung von Geld an eine Stiftung aus München eine Ergebnisverbesserung zu erreichen sein, soll sie zur Verminderung des auszugleichenden Fehlbetrags genutzt werden.

Für die Jahre 2015 bis 2018 wird der jährliche Finanzierungsbedarf nicht mehr nur beziffert, sondern „gedeckelt“. Diese verschärfte ­Formulierung ging auf einen gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und FDP zurück. Die Summe soll sowohl für den Kreis als auch für die Stadt Heinsberg bei jeweils 75.000 Euro jährlich liegen.

Der Kreis stellt dem Trägerverein die Arbeit von Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann, einer Beamtin des Kreises, ohne Kostenausgleich zur Verfügung. Dies soll allerdings noch einmal mit Blick auf die steuerlichen Auswirkungen geprüft werden, wie die antragstellenden Fraktionen anregten. Außerdem setzten sie durch, dass es einen jährlichen Bericht an den Fachausschuss auf Kreisebene geben soll und dass ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung die finanziellen Dinge des Trägervereins begleiten soll.

Die Freien Wähler meldeten – vergeblich – Beratungsbedarf an und scheiterten mit ihrem Bemühen, die Entscheidung zu vertagen. Thomas Nelsbach (FW) wollte im Zusammenhang mit den ganzen Vorgängen rund um das Begas-Haus „Flecken“ auf dem Hemd von Landrat Stephan Pusch (CDU), dem Vorsitzenden des Trägervereins, erkannt haben. Pusch verwahrte sich gegen diese Formulierung und mahnte zur Sachlichkeit. Und er bat um Vertrauen für den Trägerverein und das Museum, um das Begas-Haus nicht zu zerreden. Der Kreistag folgte ihm mit großer Mehrheit.

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