Große Hilfe auf dem Weg zum Ausbildungsplatz

Von: Monika Baltes
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Die Kooperation ist besiegelt: Michael Stock (links) und Gottfried Küppers setzen ihre Unterschrift unter den Vertrag. Foto: Monika Baltes

Kreis Heinsberg. Bereits 2012 wurde das Kooperationsprojekt „Berufspaten Wegberg“ der Gemeindesozialarbeit Caritasverband für die Region Heinsberg und der Stadt Wegberg initiiert. Das Projekt soll ein dauerhaftes Angebot darstellen und wird regelmäßig den jeweiligen Gegebenheiten angepasst.

Zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zum Thema Berufspatenschaft trafen sich in der Wegberger Mühle am Dienstag der Geschäftsführer des Caritasverbandes der Region Heinsberg, Gottfried Küppers, und der Wegberger Bürgermeister Michael Stock.

In diesem Projekt begleiten ehrenamtliche Berufspaten junge Menschen, die es am Arbeitsmarkt wegen Sprachbarrieren, schlechten Schulnoten oder privaten Problemen schwer haben, auf dem Weg in den Beruf. „Ziel ist natürlich, einen Ausbildungsplatz zu finden“, betont die Sozialarbeiterin der Stadt Wegberg und Projektverantwortliche Birgit Foitzik. Sie kann eine beachtliche Bilanz vorweisen: „Wir haben alle bislang betreuten Jugendlichen in Ausbildung vermittelt.“

Derzeit kümmern sich sieben Berufspaten um zehn bis zwölf Jugendliche pro Schuljahr. Das Angebot richtet sich an Wegberger Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und bietet Unterstützung bei Berufsorientierung, Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Kooperationspartner sind die drei Wegberger Schulen, das Jugendzentrum St. Martin Wegberg und die Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Berufspaten sind in diesem Projekt zur Chancengleichheit und Teilhabe herzlich willkommen. „Jeder, der Berufs- und Lebenserfahrung mitbringt, kann Berufspate werden“, sagt Christian Finger. Er muss es wissen, er ist selber Berufspate und kennt die Höhen und Tiefen der ehrenamtlichen Arbeit. „Wer nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit Herz und Bauch versteht, was es bedeutet, arbeits- oder beschäftigungslos zu sein“, könne den jungen Menschen helfen, die oft mit minimalen Voraussetzungen in den Beruf starten.

Konkrete Unterstützung bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen aber auch Motivation des Bewerbers oder ein offenes Ohr für die Probleme des Jugendlichen sind gefragt. Als „tragendes Ziel“ bezeichnete Nicole Abels-Schell, Gemeindesozialarbeiterin der Caritas Heinsberg und Projektverantwortliche, darüber hinaus den Anspruch, „der Langzeitarbeitslosigkeit entgegen zu wirken“.

Die Chemie muss stimmen

Natürlich achte man darauf, dass die „Chemie zwischen Betreuer und Schützling“ stimme. Außerdem werde den Paten ein Wegweiser mit wichtigen Informationen an die Hand gegeben, und auch Ansprechpartner stehen bei Problemen selbstverständlich zur Verfügung. Erfahrungsaustausch bei den Treffen der Ehrenamtlichen und Weiterbildung der Betreuer sind fester Bestandteil des Projektes.

Finanziert wird das Projekt durch den Solidaritätsfonds des Bistums Aachen und aus Mitteln des Caritasverbandes. Wer sich für die ehrenamtliche Berufspatenschaft interessiert, kann sich bei den Projektverantwortlichen, Birgit Foitzik (birgit.foitzik@stadt.wegberg.de) und Nicole Abels-Schell (gsa-gk@caritas-heinsberg.de), melden.

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