Große Freude über „gelebte Inklusion“

Von: agsb
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Feuertaufe für die neue Oldstar-Truppe oder Combo-Crash-Band der Lebenshilfe: Die Musikerinnen und Musiker legten eine famosen Auftritt hin bei der Partynacht in Birgden. Foto: agsb
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Heinz Ernst ließ mit der Band Echt Lekker das Stimmungsbarometer in Birgden in die Höhe schnellen. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. „Wir feiern gemeinsam in Birgden“: So wurde die Benefizveranstaltung „Jeck fürn guten Zweck“ zugunsten der Lebenshilfe Heinsberg im Internet angekündigt. Aber da konnte noch keiner erahnen, dass diese Musiknacht eine Erfolgsgeschichte noch toppen würde. Menschen mit und ohne Behinderung feierten wieder gemeinsam eine tolle Musiknacht.

„Das ist doch gelebte Inklusion“, freute sich Birgdens Schützenpräsident und Schützenkönig Hermann-Josef Peters.

Vor fünf Jahren hatte es in Birgden bereits eine Musiknacht zugunsten der Lebenshilfe gegeben, da war die Stimmung schon super; sie war eigentlich nicht mehr zu toppen. Doch was sich nun im Festzelt auf dem Großen Pley abspielte, sprengte jeden Rahmen. Es war vielleicht die stimmungsvollste Partynacht, die Birgden je sah. An diesem Abend passte einfach alles, das war mehr als nur der gelebte Inklusionsgedanke.

Normalerweise eröffnet Workshop, die eigene Kultband, praktisch jedes Konzert der Lebenshilfe, aber bedingt durch personelle Probleme war es diesmal zu einem Engpass gekommen. Die Lebenshilfe „zauberte“ intern, machte unter allen Mitarbeitern gezielte Werbung und – siehe da – die Lebenshilfe-Oldstar-Truppe wurde aus dem Hut gezaubert, brauchte nur zwei Proben, um den Daumen nach oben zeigen zu können.

„Das ist unsere Combo-Crash-Band“, freute sich Michael Kleinen von der Lebenshilfe über sehr engagierte Mitarbeiter. Sogleich folgte eine musikalische Hommage an die Domstadt Köln. „Die brauchen keine drei Minuten – und alles bebt“, strahlte Kleinen nach einem grandiosen Auftakt durch die „Combo-Crash-Band“ und dankte da bereits allen Helferinnen und Helfern aus nah und fern, denn die komplette Umsetzung mit Anreise und Betreuung am Abend musste erst einmal gestemmt werden. Aus dem ganzen Kreisgebiet und auch aus der Nachbarschaft waren Menschen mit Behinderung zur Party angereist.

Hatten die Organisatoren zunächst noch etwas Angst, die Stimmung könnte nach den einzelnen Auftritten einbrechen, so staunten sie „Bauklötze“. Die Umbaupausen nutzten im Grunde alle bei tropischen Temperaturen kurz zum Durchschnaufen und Luftholen, gleich beim ersten Ton ging dann die Party weiter und schien kein Ende zu nehmen.

Martin Grefen aus Obspringen führte wie ein Entertainer durchs das Programm an einem Abend, den keiner so schnell vergessen dürfte. Als dann „Büb“ Heinz Ernst, der seit 38 Jahren bei der Lebenshilfe arbeitet, mit der Band Echt Lekker loslegte, wackelte bereits das Zelt. Die Party ging nahtlos weiter, das Stimmungsbarometer schnellte in die Höhe. Anschließend erlebte Echt Lekker Minuten, welche die Musiker stets in Erinnerung behalten werden. Die Autogrammkarten waren in der Pause gefragt wie nie. Heinz Ernst und die Band sollten am späten Abend noch mal das Zelt rocken.

Als weiterer Top Act war Kempes Feinest als Köln angekündigt. Da sorgte nicht nur Wirbelwind Nici für einen Hurrikan im Festzelt, die Band rockte in Birgden so richtig ab.

Kein Halten mehr bei den Räubern

Und dann kamen die Räuber. Da gab es kein Halten mehr. Die Musiker waren vor einigen als Überraschung für die Lebenshilfe-Band Workshop plötzlich bei deren Probe in Heinsberg aufgetaucht. Sie tragen selbst den Inklusionsgedanken im Herzen. Die Räuber sangen ihre Kulthits, machten den Großen Pley zum großen Maat op dr Berde.

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