Großbrand in Reihenhausblock: Sechs Verletzte

Von: pol-hs
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Am frühen Sonntagmorgen brannten fünf Reihenhäuser in der Gebrüder-Wright-Straße in Wassenberg. Es entstand Sachschaden, der nach Polzeiangaben eine Million Euro betragen könnte. Foto: Koenigs

Wassenberg. Bei einem Großfeuer in einem Reihenhausblock in Wassenberg sind am Sonntagmorgen fünf Menschen leicht verletzt worden. Der Schaden beträgt bis zu einer Million Euro.

Kurz vor 7.30 Uhr war zunächst die Wassenberger Feuerwehr alarmiert worden, weil in der Gebrüder-Wright-Straße ein Anbau brenne. Weil in den Folgeminuten immer mehr Notrufe eingingen, entsandte die Feuerwehr-Leitstelle des Kreises Heinsberg auch Kräfte aus Myhl und Orsbeck.

Als Rettungskräfte und Polizei eintrafen, brannten bereits drei Wintergärten des Hausblockes. Die Flammen hatten auf drei Häuser übergegriffen. Die sehr enge Bebauung und viele geparkte Autos stellten die Feuerwehr anfangs vor Probleme. Unter Mithilfe einiger Anwohner wurden die Fahrzeuge entfernt. Für die Zufahrt der später alarmierten Drehleiter mussten fest montierte Sperrpfosten gewaltsam entfernt entfernt werden.

Die 18 Hausbewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Sechs von ihnen erlitten durch den Rauch leichte Vergiftungen, die vor Ort behandelt wurden.

Schnell wurde der Einsatzleitung klar, dass die vorhandenen Kräfte nicht ausreichten. So wurde auch der zweite Zug der Feuerwehr Wassenberg mit den Löschgruppen Birgelen, Effeld und Ophoven, dazu die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Hückelhoven, ein Abrollbehälter des Kreises Heinsberg mit Atemschutzgeräten und ein Großraum-Rettungswagen des Kreises zur Einsatzstelle alarmiert.

Rund 80 Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, DRK und dem Rettungsdienst des Kreises Heinsberg waren mit insgesamt 25 Fahrzeugen vor Ort. Die Gesamteinsatzleitung hatte Wehrführer Holger Röthling. Neben Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper machte sich auch der Wassenberger Bürgermeister Manfred Winkens vor Ort ein Bild vom Geschehen. Das Ordnungsamt der Stadt Wassenberg brachte die betroffenen Bewohner in einem örtlichen Hotel unter, andere Hausbewohner fanden bei Verwandten eine vorübergehende Bleibe.

Die Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Kriminalpolizei aufgenommen, die Einsatzstelle wurde durch den Stadtbetrieb Wassenberg gegen den Zutritt von Unbefugten gesichert.

Laut Aussage von Wehrführer Röthling gab es in der Nachkriegszeit in Wassenberg keinen vergleichbaren Brand, bei dem zeitgleich drei Wohnhäuser ausbrannten. Es entstand ein Sachschaden, der nach Angaben der Polizei von Sonntagmittag „zwischen einer halben und einer Million Euro” zu taxieren ist.
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