Granterath: Turnverein prägt den Ort seit Jahrzehnten

Von: dn
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Bei der Jubiläumsfeier standen Ehrungen an. Es freuten sich: (v. l.) Karl Mones, Schirmherr Leo Dautzenberg, Matthias Kaiser vom Gladbacher Turngau, Dietmar Schlömer, Helmut Weitz, Willi Gassmann, Hubert Wilms, Marlene Kroppen, Heinz Görtz, Karl-Heinz Schaufenberg und Wilfried Brausdorf. Foto: Dahmen

Erkelenz-Granterath. Zu einem markanten Meilenstein in der langen Vereinsgeschichte wurde das 100-jährige Bestehen des Turnvereins 1910 Granterath, das der ganze Ort mit dem Traditionsverein in der festlich dekorierten Mehrzweckhalle unter der Schirmherrschaft von Leo Dautzenberg (CDU-MdB) mit vielen Ehrengästen gebührend feierte.

Diese Festlichkeit mit vielen lobenden Worten, Glückwünschen, Ehrungen, Unterhaltungsprogramm und viel Geselligkeit war zugleich eine Demonstration der Gemeinschaft, die das Granterather Dorfleben seit vielen Jahren prägt.

Der Feier vorausgegangen war ein Festgottesdienst, der vom Tambourcorps Golkrath, Musikverein Granterath und dem Chor Gospel-Voice Holzweiler musikalisch gestaltet und mit dem aus Granterath stammenden Pfarrer Josef Venedey in heimischer Mundart gefeiert wurde. In der Predigt ließ Pfarrer Venedey seine Kindheitserlebnisse in Granterath neu aufleben und weckte bei den Gläubigen viele Erinnerungen. Bei der nachfolgenden Kranzniederlegung am restaurierten Kreuz auf dem alten Friedhof gedachte die Turnerfamilie der verstorbenen Mitglieder.

„Es ist 16 jungen Männern in Granterath zu verdanken, dass am 4. September 1910 der Grundstein für eine sportliche und turnerische Betätigung gelegt und somit der Turnverein Granterath am 5.September 2010 das 100-jährige Bestehen feiern kann”, sagte der TV-Vorsitzende Hubert Wilms in seinem ausführlichen Rückblick. Nach der Anschaffung der ersten Turngeräte konnte 1911 gezielt mit dem Geräteturnen begonnen werden.

In der langen Geschichte gab es eine Phase, in der der TV auf Anordnung des damaligen Reichsbundes für Leibesübungen mit dem VfR Granterath (1938 bis 1950) zusammengeschlossen wurde. Trotz der vielen Höhen und Tiefen, Ruhezeiten zwischen den Kriegen, gab es Zeiten, wie die 50er- und 60er-Jahre, in denen der TV Granterath von Sieg zu Sieg eilte. Es war eine Blütezeit, die Mitte der 60er-Jahre endete, weil der Saal Jünger für Trainingsmöglichkeit nicht mehr genutzt werden konnte und die Mehrzweckhalle erst 1977 zur Verfügung stand.

Mit dem Haus Jünger als Vereinslokal ist der TV Granterath nach wie vor eng verbunden. Die große Mehrzweckhalle gab dem TV in seiner Arbeit ganz neue Möglichkeiten, er entwickelte sich im Laufe der Jahre zum Breitensportverein mit über 400 Mitgliedern, darunter 170 Kinder und Jugendliche.

„Mit Gesundheit erhalten und Freude schenken, Freude am Spiel vermitteln, Spaß an der Bewegung und Lust am Feiern in der Gemeinschaft zu haben, trage der Turnverein auch wesentlich zur Kostenersparnis bei den Krankenkassen bei, betonte Hubert Wilms. Sein Dank galt deshalb allen Ehrenamtlichen und der Bevölkerung, die den TV lebensfähig halten. Dazu zitierte der Vorsitzende Albert Schweitzer: „Man muss seinen Mitmenschen Zeit widmen, denn wir leben nicht in einer Welt, die uns allein gehört.”

Die Feierstunde nahm Wilfried Brausdorf, Vizepräsident vom Rheinischen Turner Bund (RTB), zum Anlass, Hubert Wilms zum 100-jährigen Bestehen die Ehrengabe des RTB zu überreichen und zur großen Überraschung für seine besonderen Verdienste um den TV Granterath mit dem Ehrenbrief des RTB zu ehren. Matthias Kaiser, der stellvertretende Vorsitzende des Gladbacher Turngaus, überraschte zusätzlich mit der hohen Auszeichnung, der Christian-Friedrich-Schloer-Plakette. Den Ehrenbrief des Gladbacher Turngaues konnten Marlene Kroppen, Karl Mones und Heinz Görtz entgegennehmen. Zu der verdienten Anerkennung gab es viel Beifall, so auch bei der Überreichung der silbernen Vereinsnadel an Willi Gassmann, Karl-Heinz Schaufenberg, Dietmar Schlömer und Helmut Weitz.

Dem offiziellen Teil folgten sportliche Darbietungen der einzelnen Abteilungen im TV Granterath sowie Kompositionen mit verschiedenen Handgeräte der rhythmischen Sportgymnastik, Power Kids, Keep Smiling, Hip-Hopp-Street Dance der Impulsgruppen der Turnvereinigung Bedburg.

Zusammengefasst war es die beste Werbung für den jung gebliebenene TV Granterath.
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