Wassenberg - Goldene Schlemmer-Ente für Uschi Glas

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Goldene Schlemmer-Ente für Uschi Glas

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Die Goldene Schlemmer-Ente 2015 für Uschi Glas: Die Schauspielerin (Bildmitte) wurde am Donnerstagabend beim Schlemmer-Markt in Wassenberg ausgezeichnet – zur Freude auch von ihren Ehemann Dieter Hermann (l.). Es gratulierten: Regionalredakteur Dieter Schuhmachers, Landrat Stephan Pusch, die Schlemmer-Markt-Organisatoren Stephanie und Hans Brender und Bürgermeister Manfred Winkens (v. r. n. l.). Fotos (3): Koenigs Foto: Koenigs
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Bei sommerlichen Temperaturen sind beim Schlemmer-Markt natürlich kühle Getränke gefragt, so auch am Braukeller.
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Sternekoch Rainer Hensen von der Burgstuben-Residenz führt beim Schlemmer-Markt wieder das Teilnehmerfeld an.

Wassenberg. Zum Auftakt des 23. Schlemmer-Marktes Rhein-Maas ist am Donnerstagabend auf dem Roßtorplatz in Wassenberg die Goldene Schlemmer-Ente verliehen worden: Die sozial engagierte Schauspielerin Uschi Glas, die sich mit dem von ihr initiierten Verein „brotZeit“ für das Thema „Gesunde Ernährung für Schulkinder“ stark macht, wurde von der Aktionsgemeinschaft und unserer Zeitung mit diesem Ehrenpreis aus der Wegberger Goldschmiede ­Simons ausgezeichnet.

Eine Frau, deren Name so eng mit der deutschen Film- und Fernsehgeschichte verbunden sei, auf dem Schlemmer-Markt auszuzeichnen, „dies mag dem einen oder anderen Beobachter auf den ersten Blick rätselhaft erscheinen“, sagte Landrat Stephan Pusch in der Laudatio.

„Aber nur auf den ersten Blick.“ Denn Uschi Glas sei eben nicht nur die populäre, sympathische Schauspielerin, die Millionen Deutsche von Kinoleinwand oder vorm Fernsehbildschirm her kennen würden und in ihr Herz geschlossen hätten. Uschi Glas sei zugleich ein überaus engagierter, motivierter und motivierender Mensch mit einer stark ausgeprägten sozialen Ader, „eine starke Frau, die etwas bewegt“.

Beeindruckendes Engagement

Ihr Engagement mit dem von ihr und ihren Mitstreitern ins Leben gerufenen Verein „brotZeit“ für bedürftige Schulkinder aus vielen Regionen Deutschlands sei wirklich beeindruckend. Ein vernünftiges, ausgewogenes und gesundes Frühstück stelle bekanntlich die Basis für einen guten Tag dar. Aber ebenso sei die frühzeitige Heranführung von Kindern an dieses Thema eine entscheidende Grundlage dafür, dass die Menschen in ihrem Leben Essen und Trinken überhaupt schätzen lernen würden und somit letztlich Speisen und Getränke auch genießen könnten.

Als Uschi Glas die erschreckende Nachricht von der großen Zahl von Kindern, die in der Schule im Unterricht an akutem Hunger leiden würden, gehört habe, da habe sie ganz konkret und entschlossen die Initiative ergriffen. Mit ihrem Ehemann Dieter Hermann und mit Dr. Harald Mosler habe sie den Verein „brotZeit“ aus der Taufe gehoben. Sie habe einerseits große Sponsoren wie auch kleine Spender – gleichermaßen wertgeschätzt – gewinnen können. Und: Sie habe Seniorinnen und Senioren für ein Engagement bei „brotZeit“ motivieren können. „Sage und schreibe 1000 sind es inzwischen“, stellte Pusch anerkennend fest.

Nach der Devise „Gemeinsam sind wir stark“ würden sie alle zusammen es möglich machen, dass aktuell rund 6500 Schülerinnen und Schüler in circa 150 Schulen in Deutschland täglich ein Frühstück erhalten könnten. Aber den Kindern werde nicht nur Brot gegeben, sondern auch Zeit, wenn die Seniorinnen und Senioren zum Beispiel bei Nachhilfe oder Vorlesen für die Mädchen und Jungen da seien. Daher sei der Vereinsname in der Tat Programm: „brotZeit“.

Uschi Glas und ihre vielen Mitstreiter würden einerseits Wichtiges mit Blick auf eine gesunde Ernährung für Kinder leisten. „Aber: Sie leisten noch weitaus mehr“, so Pusch. „Da ist der Beitrag zur Chancengleichheit für junge Menschen. Da ist die aktive Rolle von Seniorinnen und Senioren mit ihrem wertvollen Einsatz für diese Gesellschaft – und das alles vereint in einem Prozess, der Generationen zusammenführt. Im modernen Wirtschaftsenglisch würde man von einer Win-win-Situation sprechen.“ Und bei den Aktivitäten von „brotZeit“ gebe es nur Gewinner: die Kinder und die Senioren, die Schulen und die Gesellschaft...

Mit der Auszeichnung in Wassenberg dürften und sollten sich zugleich alle geehrt fühlen, die zum Verein „brotZeit“ gehören würden und ihm verbunden seien, wobei Uschi Glas zweifellos das prominente Gesicht von „brotZeit“ sei, einer der Motoren, die für die Initialzündung gesorgt hätten, und einer der Steuerleute, die „brotZeit“ auf Kurs halten würden.

So aktiv wie ihre tatkräftigen Seniorinnen und Senioren seien, so aktiv sei Uschi Glas selbst: Nicht nur, weil sie nach wie vor immer wieder vor den Kameras stehe, sondern auch, weil sie bei „brotZeit“ immer wieder in Aktion trete, für ihre Idee werbe und in den Schulen vor Ort anzutreffen sei. „Ihre persönliche Motivation, bei allem eigenen Glück der Gesellschaft auch etwas zurückgeben zu wollen, ist ehrenwert und ehrungswürdig“, sagte Pusch, der auch im Namen des Kreises Heinsberg und all seiner Bürger auf das Herzlichste gratulierte.

Preisträgerin „total froh“

Die sympathische Preis­trägerin freute sich sichtlich an diesem Abend in Wassenberg. Sie freute sich über den herzlichen Empfang auf dem Roßtorplatz, zu dem die Oakcity Jazzband aufspielte. Mit viel Applaus hieß das Publikum Uschi Glas willkommen. Und sie freute sich über die Ehrung, die sie stolz und betont auch stellvertretend für ihren Verein „brotZeit“ in ­Empfang nahm. Wie beeindruckt sie vom Schlemmer-Markt in Wassenberg war, machte sie im Interview mit Regionalredakteur und Moderator Dieter Schuhmachers deutlich: „Ich konnte mir nicht vorstellen, was hier los ist.

Und ich bin total froh, dass wir alle miteinander Glück haben, schönes Wetter haben und schön feiern dürfen.“ So trug sie sich denn auch mit den Worten „Vielen Dank für die wunderschöne Einladung“ unter den ­Augen von Bürgermeister Manfred Winkens in das Goldene Buch der Stadt Wassenberg ein, ehe natürlich noch viele weitere Autogramme der populären Schauspielerin gefragt waren. Dann aber machte auch sie sich – begleitet von den Machern des Schlemmer-Marktes, Hans und Stephanie Brender – auf den Weg zu einem Bummel über den Roßtorplatz, der bereits am ersten Abend wieder das Ziel vieler Genießer war.

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