Glockenspiel macht Anwohner hellhörig

Von: kkli
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An der dem Roßtor zugewandten Seite des Alten Rathauses soll das Glockenspiel installiert werden. Foto: Brehl

Wassenberg. Die weitere Gestaltung der historischen Innenstadt mit einem Glockenspiel an der zum Roßtor hin gewandten Seite des alten Rathauses bleibt nach der Erörterung der Planungsvorschläge des Heimatvereins vor den geladenen Anwohnern vorerst noch Erprobungs- und Gesprächsstoff.

Dass mit einem Glockenspiel akustische Dauervorstellungen verbunden sind, die Probleme bringen können, war von vornherein klar - zumal dann, wenn es um einige Anlieger geht, die nachts arbeiten und zu bestimmen Tageszeiten schlafen müssen. Die Zahl der Geladenen im Sitzungssaal des Rathauses war nicht allzu groß, das Interesse der Anwesenden aber ausgeprägt.

Akustische Belastung

Vor allem die Anlieger des oberen, dem Rathaus direkt zugewandten engen Straßenteils „Löffelstraße” befürchten im Blick auf die Hellhörigkeit ihrer Häuser eine besonders starke akustische Belastung. Das Beispiel von Waldfeucht wurde wiederholt angeführt. Dort spielt das Glockenspiel nicht stündlich, sondern einige Male am Tag für drei Minuten und dann auch der Jahreszeit entsprechend hübsche Melodien. Die Befürchtung einiger Anlieger, eintönige, immer gleiche Melodien würden „gespielt”, wären auch in Wassenberg von vornherein auszuschalten.

Bürgermeister zeigt Verständnis

Bürgermeister Manfred Winkens zeigte Verständnis für die Anlieger und ihre Sorgen im Vorfeld. Man würde manchmal meinen, Beschwerden führende Anlieger würden übertreiben. In Myhl habe er sich kürzlich aber überzeugen können, dass durch Kanaldeckel entstehender Krach beim Überfahren durch Autos in der Tat schlimm gewesen sei. Es sollen nun zunächst einmal Probebeispiele eines entsprechenden Glockenspiels installiert werden, um die Frage der Akustik unter den gegebenen Verhältnissen genau auszuloten. Die Anlieger und weitere Interessenten sollen zu einer Probevorstellung eingeladen werden.

Im Laufe des Bürgergespräches wurde auch angedeutet, dass einige musikalische und andere Veranstaltungen, die bisher alle auf dem Roßtorplatz stattfinden, zum Pontorsonplatz umgelegt werden, der genügend Platz am Rande des Judenbruches biete und eine unmittelbare Geräuschkulisse nicht vermuten lässt.
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