Glatteis macht allen zu schaffen

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Erkelenz. Der Ärger war groß für viele Verkehrsteilnehmer, die Freitagmorgen in Erkelenz unterwegs waren und fast überall mit vereisten Fahrbahnen zu kämpfen hatten.

Selbst viel befahrene Straßen in der Innenstadt schienen die letzte Salzstreuung im letzten Winter erhalten zu haben. Die Verwaltung tue zu wenig, um die Straßen frei von Schnee und Eis zu halten, lautete der häufig gehörte Vorwurf.

Bürgermeister Peter Jansen widerspricht: „Wir machen als Stadt Erkelenz mehr, als wir nach der rechtlichen Grundlage machen müssen”, meint er mit Verweis auf die gültige Straßenreinigungs- und Gebührensatzung, die der Stadtrat am 6. April 2005 beschlossen hatte. „Wir sind mit unserem Streudienst bemüht, sämtliche gefährlichen Stellen zu bearbeiten.”

Für das zuständige Grünflächenamt nennt Amtsleiter Norbert Banritzer die Fakten: „Fast der komplette Bauhof ist mit bis zu 50 Mitarbeitern in fünf Fahrzeugen seit Freitagmorgen im Dauereinsatz”, sagte er am Freitag. Der frühmorgens auftretende Frost hatte die eisfreien Straßen wieder mit einer Eisschicht bedeckt. „Teilweise mussten die Fahrzeuge mehrmals streuen.” Und dennoch reichte der Einsatz nicht aus. „Mehr geht nicht. Wir konnten nicht überall gleichzeitig sein.”

Dafür brachten Verkehrsteilnehmer bisweilen nur wenig Verständnis auf, wenn sie über die Tenholter Straße stadtauswärts krochen, obwohl dort eine Stunde vorher getreut worden war. Vollkommen verständnislos reagierten sie auf überhaupt nicht gereinigte Straßen.

„Diese Straßen fallen nicht in unseren Zuständigkeitsbereich”, verweist der Beigeordnete Dr.Hans-Heiner Gotzen auf die Satzung. Danach sei die Reinigung Sache der Anlieger. Ihnen obliege die Reinigung „zugewiesener öffentlicher Bereiche”, wie es im Amtsdeutsch heißt. Durch die in Erkelenz geltende Regelung seien viele Anlieger von einer Straßenreinigungsgebühr befreit worden. „Sollten wir einen generellen Schnee- und Winterdienst durch die Stadt Erkelenz für alle Straßen einführen, würde sich dies zwangsläufig auf die Gebühren auswirken.”
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