Kreis Heinsberg - Glänzende Kinderaugen bei der Selfkantbahn

Glänzende Kinderaugen bei der Selfkantbahn

Von: hama
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Alle Jahre wieder: Der Nikolaus kommt traditionell bei der Selfkantbahn vorbei. Fotos (3): Karl-Heinz Hamacher Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Immer ein spannender Moment für die Kinder: Begegnung mit dem Nikolaus in den Waggons der Selfkantbahn. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Hans-Joachim Gräf ist einer von zahlreichen Helfern, die die Nikolausfahrten bei der Selfkantbahn überhaupt erst möglich machen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Kreis Heinsberg. Schmuddelwetter draußen, aber drinnen, in den Wagons der Selfkantbahn, da arbeiten die Öfen auf Hochtouren. Da wird es richtig warm, und während der Nikolaus ob der Hitze erst einmal durchatmen muss, wird er von den Kindern, die von ihren Eltern oder Großeltern begleitet werden, quasi im T-Shirt begrüßt.

Kein Kind interessiert sich aber für das noch wenig weihnachtliche Wetter, wenn bei den Nikolausfahrten der Selfkantbahn der Höhepunkt naht: Glänzende Kinderaugen hinter beschlagenen Scheiben sahen, wie die Kutsche mit dem Nikolaus – von einem Pferd gezogen – ganz langsam an allen Waggons vorbeifährt und am ersten Wagen hinter der Lokomotive anhält. Ein kurzer Gruß und dann verschwindet der Mann mit dem weiten Mantel und dem weißen Bart – an seiner Seite: Knecht Ruprecht – in einem der Wagen, um die Tüten an die Kinder zu verteilen.

Am Bahnhof in Schierwaldenrath ist das Abenteuer aber noch nicht zu Ende. In einem Zelt nimmt der Mann, der seine blaue Saisonuniform gegen den roten Mantel, den Rauschebart und den etwas überdimensionierten Hut getauscht hat, Platz, und die Kinder können ihre selbst gemalten Bilder abgeben, Gedichte aufsagen oder sich einfach mit dem Nikolaus fotografieren lassen. Das alles muss aber innerhalb von rund 50 Minuten geschehen, denn schließlich stehen Anschlussfahrten an, und die Selfkantbahn legt Wert auf Pünktlichkeit. Während es im Zelt heimelig zugeht, wird draußen die die Lokomotive für die Rückfahrt nach Gillrath vorbereitet; ihre Vorräte an Wasser und Kohle müssen ergänzen werden. Knapp zwei Stunden nach der Abfahrt in Gillrath wird dieser Bahnhof wieder erreicht.

Seit 1971 im Programm

Die Nikolausfahrten, die am ersten Advent-­Wochenende wieder begonnen haben, sind auch diesmal fast alle ausgebucht; für einige Fahrten sind laut Internet-Buchungssystem der Selfkantbahn noch Plätze frei. Seit 1971 gehören sie zum Veranstaltungsprogramm und haben sich in dieser Zeit einen festen Platz im Herzen der Kinder und ihrer Eltern erobert – aber dies nicht nur im Rheinland, sondern auch in den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden. Man zählt inzwischen weit mehr als 10.000 Fahrgäste in jedem Jahr.

Bis zu neun Personenwagen muss die kleine Dampflok über die 5,5 Kilometer lange Strecke von Geilenkirchen-Gillrath nach Gangelt-Schierwaldenrath (und wieder zurück) ziehen und dazu noch ­einige der Wagen mit Dampf für die Heizung versorgen, die restlichen werden – nicht minder sehenswert – mit Briketts beheizt... und sorgen dann für die oben erwähnten Temperaturen.

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