Gitarren-Festival: Niveau noch höher als beim letzten Mal

Von: Rainer Herwartz
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Roman Viazovskiy, Dr. Richard Nouvertné, Jakob Gerards, Theo Krings und Josef Offergeld freuen sich schon auf tolle Festival-Tage in Heinsberg. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Das „International Guitar Festival & Competition Heinsberg” rückt vom 19. bis 23. Mai die Kreisstadt Heinsberg wieder in den Fokus der jungen Gitarristen-Elite der Welt. Was vor vier Jahren als eine Art Experiment begann, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem renommierten Musikevent im Kalender der Kunstszene gemausert.

„Das Festival hat sowohl im Künstlerkreis als auch in der überregionalen Akzeptanz unsere Vorstellung erfüllt”, erklärte Festival-Direktor Theo Krings, der jetzt mit dem künstlerischen Leiter Roman Viazovskiy, Bürgermeister Josef Offergeld, dem Vorsitzenden der Jugendmusikschule, Jakob Gerards, und Dr. Richard Nouvertné von der Kreissparkasse als Hauptsponsor offiziell die Modalitäten der nun dritten Auflage bekanntgab.

Die Akzeptanz, so Krings, habe sich auch darin gezeigt, dass der Kulturstaatssekretär des Landes NRW, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, sich bereit erklärte, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Eine entsprechende Förderung wurde dadurch ebenfalls erzielt.

Gewinnen wird schwieriger

Obwohl sich die Organisatoren einerseits über die Popularität des Festivals freuten, habe „diese Medaille” allerdings auch noch eine zweite Seite. „Es wird schwieriger, zu gewinnen”, so Krings. „Wir waren durchaus etwas nervös in der Vorbereitung, weil wir nicht einschätzen konnten, wie viele der weltweit besten klassischen Gitarristen bis 32 Jahre sich bewerben würden.”

Zunächst schien diese Skepsis absolut berechtigt. „Am 31. Januar war Einsendeschluss und wir hatten bis dahin exakt eine Anmeldung. Dem entsprechend schlecht habe ich in dieser Nacht geschlafen.” Wie sich jedoch herausstellen sollte, bewarben sich die Musiker, von denen sich letztlich 50 aus 27 Ländern für die Hauptrunde in Heinsberg qualifizierten, tatsächlich alle am letzten Einsendestichtag.

„Das Niveau ist noch höher als in den vergangenen Jahren, obwohl wir glaubten, dass dies nicht mehr möglich sei. Die Gitarristen sind schon ein verrücktes Völkchen”, lachte Krings.

In diesem Jahr soll sich für Wettbewerbsteilnehmer, Publikum und Jury einiges ändern. Gerade durch die hochkarätige Besetzung der Jury wollen die Heinsberger ein Netzwerk aufbauen, „das den Künstlern garantiert, hier den Einstieg in die internationale Szene zu schaffen”. Daher sei die Kooperation mit anderen großen Festivals geplant. „Zum ersten Mal machen wir in diesem Jahr auch außerhalb der Kernwoche Projekte in der Region.” So werde zum Beispiel am 11. Juni „Die schöne Müllerin” stattfinden, ein Konzert mit Gitarre und Gesang in der historischen Windmühle in Haaren.

Anders als beim letzten Mal, wird das Publikum am Finaltag auch nicht so lange auf eine Entscheidung der Jury warten müssen. In maximal einer Stunde müssen sich die Juroren einigen. Zudem werde der erste Preis nicht mehr geteilt. Selbiger umfasst 4000 Euro, eine Gitarre von Yuichi Imais im Wert von 6000 Euro und mehrere Konzertengagements bei ausgesuchten Veranstaltungen weltweit. Für die übrigen Teilnehmer sind weitere attraktive Geldpreise zu gewinnen.

Sponsoren gedankt

Bürgermeister Josef Offergeld dankte der Sparkassenorganisation, der Firma Krieg Gehäusebau und Auto Conen für ihr Sponsoring. „Ohne deren Unterstützung könnten wir als Verwaltung ein solch tolles Festival nicht durchführen.” Für die Kreissparkasse gehöre dies zur regionalen und gesellschaftlichen Verantwortung, erklärte Dr. Richard Nouvertné. „Wenn ich sehe, was sich kulturell in der Region tut, ist das gigantisch, weil die Kommunen wetteifern.” Und in allen Bereichen unterstütze die Kreissparkasse nach Kräften.
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