„Gewinn“ im Briefkasten: Polizei rät zur Vorsicht

Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. „Zurzeit liegen auch im Kreis Heinsberg wieder zahlreiche Schreiben im Briefkasten, die den Empfängern den Gewinn eines Geldbetrages ankündigen. Leider sind solche Gewinnbenachrichtigungen selten ein Grund zum Gratulieren. Diese Masche wird dazu genutzt, den Verbraucher in eine Verkaufsveranstaltung zu locken, in der alles Mögliche angeboten wird, nur nicht der versprochene Gewinn“, warnte jetzt die Kreispolizeibehörde Heinsberg.

In Präventionstipps von der Verbraucherzentrale NRW und der Polizei NRW zum Thema „Betrügerische Kaffeefahrten heißt es, preiswerte Tagesausflüge seien vor allem bei Senioren sehr beliebt. Viele Unternehmenslustige würden bei den Bustouren in Kauf nehmen, dass eine Verkaufsveranstaltung gleich mit auf dem Programm stehe.

Doch Vorsicht sei geraten: Oft stehe bei der günstigen Tagesfahrt nicht das Vergnügen der Teilnehmer, sondern das Geschäft der Anbieter im Mittelpunkt. Veranstalter von Werbefahrten würden mit einem niedrigen Teilnahmepreis locken, würden Gewinne, Geschenke, ein leckeres Mittagessen und bei der Verkaufsshow viele Schnäppchen versprechen. Das angeblich günstige Angebot reiche von Decken über Kochtöpfe bis zu Vitaminpillen und Wellness-Produkten. Die Verkaufsveranstaltung finde meist in einem abgelegenen Lokal statt, damit kein Reisender zu einer anderen Attraktion entweichen, sondern alle daran teilnehmen würden. Geschulte Verkäufer würden in der meist mehrstündigen Präsentation sprachlich geschickt auftreten und die Teilnehmer gekonnt zum Kauf von Waren animieren. Verlaufe das Geschäft nicht so lukrativ wie erhofft, würden sie beginnen, die potenziellen Käufer aggressiv zu bedrängen.

Der Ratschlag: „Im Zweifel besser zu Hause bleiben oder auf der Verkaufstour wachsam sein!“ Niemand sei jedoch gezwungen, an einer Verkaufsveranstaltung teilzunehmen. Teilnehmer einer sogenannten Kaffeefahrt könnten sich durchaus während der Warenpräsentation absetzen und bis zur Rückfahrt etwas anderes unternehmen. Der Anspruch auf alle Leistungen, die gebucht und bezahlt worden seien, bleibe dennoch bestehen. „Schnäppchen entpuppen sich meist als extrem überteuert“, warnen Verbraucherschützer und Polizei. Kaufverträge sollten vor der Unterschrift stets sorgfältig geprüft werden.

Falls ein Veranstalter Teilnehmer daran hindern wolle, den Veranstaltungsraum zu verlassen, Einzelne dazu dränge, den Saal zu betreten, oder sie sogar bedrohe, sollten die Betroffenen nicht scheuen, sofort die Polizei über den Notruf 110 zu alarmieren und Anzeige wegen Freiheitsberaubung oder Nötigung zu erstatten. Veranstalter oder Busfahrer dürfen eine zuvor zugesicherte, kostenfreie Rückfahrt nicht verweigern, wenn nichts gekauft oder bestellt wurde.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert