Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert rasch kleinere Klassen

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Kreis Heinsberg. „Bereits in diesem Sommer muss die Klassengröße für Grundschulen auf maximal 25 Schüler begrenzt werden. Dafür benötigen wir nur etwa 200 Lehrerstellen”, erklärte der stellvertretende GEW-Landesvorsitzender Norbert Müller in Hückelhoven.

Anlass war die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Hotel am Park. Die GEW begrüße - so Müller - die Ankündigung des Ministerpräsidenten, dass die Schulklassen in NRW endlich kleiner werden sollen.

Die Gewerkschaft halte die Ziele allerdings für wenig ehrgeizig und fordere ein höheres Tempo. Jürgen Rüttgers hatte bereits 2005 zur Landtagswahl kleinere Klassen versprochen. Der Stufenplan für kleinere Klassen der GEW, der zu Schuljahresbeginn vorgestellt worden sei, sehe auch für alle Klassen der Sekundarstufe I eine schrittweise Verkleinerung auf maximal 25 Kinder bis zum Jahr 2015 vor.

„Die Reduzierung der Klassengröße führt unmittelbar zu einer Verbesserung der Lernbedingungen für die Kinder und der Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte. Die Verbesserung der Schüler-Lehrer-Relationen sind problemlos aus dem Schülerrückgang zu finanzieren”, so Müller.

Im Rechenschaftsbericht des GEW-Kreisvorstands hob Marlene Klotz hervor, dass im Kreis Heinsberg nicht nur die Zahl der Mitglieder gehalten, sondern sogar ausgebaut worden sei. Vor vier Jahren waren etwa 350, heute sind 385 Lehrerinnen und Lehrer im Kreis in der GEW organisiert. Die Zahl sei langsam, aber kontinuierlich gewachsen. Wichtig für die zukünftige GEW-Arbeit sei es auf jeden Fall, junge Mitglieder zu gewinnen.

Im vergangenen Jahr bot der GEW-Kreisverband zahlreiche Veranstaltungen an, die von den Mitgliedern gut angenommen wurden. Besonders die Fortbildungen waren gut besucht; so gab es eine zweitägige Tagung zum Thema „Mit verändertem Blick - Berufliche Situationen positiv beurteilen”. Ein wichtiges Thema für die GEW war auch die Gründung des DGB-Kreisverbandes Heinsberg, wodurch die Zusammenarbeit der Einzelgewerkschaften gestärkt werden soll.

Zahlreiche Ehrungen gab es bei der Mitgliederversammlung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Hans Kaprolat aus Übach-Palenberg ausgezeichnet. Eine Urkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft bestätigte Ursula Arning, Bärbel und Gunter Bethge, Werner Hetzel sowie Helga Wigger, dass sie seit einem halbe Jahrhundert Mitglieder der GEW sind.

Auf 40 Jahre können Erwin Henke, Hans-Dieter Konietzka und Hermann Seekircher zurückblicken. Für 35jährige Mitgliedschaft wurden Sepp Becker, Hubertine Casteel-Spiertz, Werner Seltier und Eva Werner geehrt. Seit 30 Jahren sind in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: Renate Funk, Eckhard und Marlene Klotz, Guenter Mirbach, Elisabeth und Rudolf Neumann, Christa Sprockmann sowie Agnes Wiever-Becker. Zur 25-jährigen Mitgliedschaft konnten Gratulationen entgegennehmen: Christian Hänsch, Cornelia Kessler, Jens Klein, Erich Konietzka, Hannelore Nestler, Regina Sauer und Renate Troschke.





Informationen im Internet:

http://www.gew-heinsberg.de
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