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Gewerkschaft der Polizei kritisiert Personallage

Von: Johannes Bindels
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Die Gewerkschaft der Polizei im Kreis Heinsberg ehrte im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung Polizisten, die seit vielen Jahren ihren Dienst tun und der Gewerkschaft die Treue halten. Der Kreisvorsitzende Lothar Engel (l.) nahm die Ehrungen vor

Heinsberg-Oberbruch. „Die polizeilich und politisch Verantwortlichen können und dürfen uns nicht alleine lassen“, lautete ein Appell des alten und neuen Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Kreisgruppe Heinsberg, Lothar Engel bei der Jahreshauptversammlung der GdP.

Nicht nur Mitglieder waren zur Versammlung gekommen, auch die Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) und Norbert Spinrath (SPD), den Polizeidirektor Friedhelm Hinzen (in Vertretung des Landrats), sowie die Kreisrechtsdirektorin Daniela Ritzerfeld, den Polizeidirektor Karl-Heinz Opdensteinen und den Personalratsvorsitzenden Franz Janßen konnte der Vorsitzende begrüßen.

In seiner kurzen Ansprache und in Vertretung des Landrats als Kreisbehördenleiter stellte Polizeidirektor Friedhelm Hinzen aus der Sicht der Behörde die Schwerpunkte der aktuellen Arbeit vor.

Zudem gab einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Kreispolizeibehörde Heinsberg. So seien die Ergebnisse in der Bekämpfung der Wohnungseinbrüche sowie die Bemühungen zur Senkung der Verkehrsunfälle mit Verletzten positiv zu werten. Obwohl die Kreispolizeibehörde Heinsberg in NRW zu der mit dem höchsten Altersdurchschnitt der Mitarbeiter gehöre, blieben die Arbeitsergebnisse Erfolg versprechend, auch wenn dies bedeuten würde, dass viele Kollegen bis zum Eintritt in den Ruhestand Schichtdienst zu leisten hätten.

In seinem Geschäftsbericht formulierte Lothar Engel in deutliche Worte an die Landesregierung. Er kritisierte, dass auch die Neueinstellungen lediglich ausreichen würden, um den „Personalbestand“ bis 2017 zu halten. Deshalb seien weitere Ausgleiche notwendig, um alle Aufgaben erfüllen zu können.

Vor allem aber beklagte der Vorsitzende auch die wachsende Gewalt gegen die Polizei. Er appellierte an die Politik, sich für eine gesetzliche Anpassung und Einführung von Haftstrafen bei Widerstand gegen die Polizei als Vollzugsbeamte auszusprechen.

Karl-Heinz Kochs, der Vorsitzende des Hauptpersonalrats der Polizei (NRW) und der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP, griff in seinem Referat die „Herzensangelegenheiten“ der Kollegen „an der Front“ nochmals dezidiert auf. Die Forderungen der Kollegen, die Angriffe auf die Polizei bei der Ausübung ihrer Aufgaben stärker unter Strafe zu stellen, die wachsende Gewalt gegen Polizeibeamte als Straftatbestand gesetzlich abzusichern und dadurch die Strafverfolgung zu vereinfachen, fanden durchweg Zustimmung.

So informativ die Berichte auch waren – im Vordergrund der Versammlung standen die Vorstandswahlen. Als Vorsitzender wurde Lothar Engel wiedergewählt. Klaus Labahn und Harald Bosten übernehmen die Aufgaben der stellvertretenden Vorsitzenden und Franz Janßen wurde zum Kassierer gewählt. Ulrike Zurmahr übernimmt das Amt der stellvertretenden Kassiererin und Patrik Trezciak wurde zum Schriftführer ernannt. Sein Stellvertreter ist Andreas Grunert.

Im Anschluss an die Wahl standen die Jubilare im Vordergrund. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Gerhard Kohnert und Hanny Neuhaus geehrt. Reinhold Hamacher, Renate Heppener, Wilhelm Jansen, Maria Jopen und Wolfgang Steingiesser sind seit 50 Jahren Mitglieder der GdP. Peter Boisten, Ewald Endres, Dieter Maaß, Kurt Reißen, Hans-Gerd Richter, Gerhard Risch, Manfred Thomann, Reinhard Tulodetzki und Dieter Weichsel wurden für 40-jährige Treue ausgezeichnet. Seit 25 Jahren sind Ullrich Gütte, Robert Kick, Manfred Kunst, Klaus-Peter Lohmann und Bernd Renner dabei.

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