Gewerbeflächen in Heinsberg in den Top Ten der Region Aachen

Von: Rainer Herwartz
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Das Gewerbe- und Industriegebi
Das Gewerbe- und Industriegebiet Heinsberg im Herzen der Kreisstadt ist mit einer Gesamtfläche von etwa 230 Hektar das mit Abstand größte der drei Areale im Stadtgebiet. Dominierend sind hier vor allem Unternehmen aus der Kfz-Branche. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) hat es in ihrer jüngsten Studie bestätigt, und Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder zeigt sich zufrieden. „Die Entwicklung in der Vermarktung von Gewerbeflächen ist in Heinsberg positiv zu sehen.”

Dieder weiter: „Im Regionalen Vergleich zeichnet sich ein gutes Bild ab. Auch in diesem Jahr werden wir bei der Flächenveräußerung wieder - ähnlich wie im letzten Jahr - um die zwei Hektar liegen.” Das Gewerbeflächen-Monitoring Region Aachen hatte ergeben, dass die Kreisstadt in den Top Ten der Kommunen mit den größten Flächenveräußerungen zu finden ist.

Und was Dieder mit besonderem Stolz erfüllt: „Nur die Städte Aachen, Baesweiler und Heinsberg sind nach 2010 auch 2011 wieder hier zu finden.” Heinsberg übrigens als einzige Kommune überhaupt im gesamten Kreisgebiet. Neben der Stadt Aachen umfasst der Erhebungsbereich die Städteregion Aachen, den Kreis Düren, den Kreis Heinsberg und den Kreis Euskirchen.

Insgesamt vier Betriebe, vorwiegend aus der Chemieindustrie und der Metallverarbeitung, hätten die 26.400 Quadratmeter neuer Gewerbefläche unter sich aufgeteilt, erläutert Dieder. „Die günstigen Standortvoraussetzungen haben für die Ansiedlung eine entscheidende Rolle gespielt.”

Teilweise sei dies begründet durch schon vorhandene Industrie im Kohlefaserverbundstoffsegment. Andererseits habe es sich um betriebliche Erweiterungen gehandelt. Wichtig, und das will Dieder auf keinen Fall vergessen, sei aber auch die hervorragende Kooperation im Vorfeld gewesen. Das Zusammenspiel der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg, die Industriepark Oberbruch Projektgesellschaft und der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt, Bert Dohmen, seien da zu nennen.

Die verkaufte Fläche entfalle zu 40 Prozent auf den Industriepark Oberbruch, zu 25 Prozent auf das Gewerbe- und Industriegebiet Heinsberg und zu 35 Prozent auf das Dremmener Gebiet. Rund 30 Hektar stünden derzeit noch zur Verfügung, „die sich in Heinsberg und Oberbruch auf der einen Seite und Dremmen auf der anderen splitten”, so der Bürgermeister.

Dass sich Heinsberg durch sein Angebot mit Wegberg, Hückelhoven und Wassenberg ebenfalls in den Top Ten des Agit-Rankings befindet, sei nur am Rande erwähnt. Denn es gibt noch weiteres Potenzial. Im Industriepark Oberbruch wird am 27. September der offizielle Beginn der Bauarbeiten zur Restrukturierung erfolgen. „In der ersten Stufe wird der alte Enka-Komplex vollständig beseitigt und in eine ansiedlungsfähige Vermarktungsfläche umgewandelt. Allein hierdurch werden die bestehenden Flächen noch einmal um vier Hektar wachsen.” Wenn dann die ehemaligen Kuag-Gebäude ins Auge gefasst werden, ist das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht.

Die erfreuliche Entwicklung im Hinblick auf das wachsende Gewerbe in Heinsberg schlägt sich auch in der Zahl der Arbeitnehmer nieder. Rund 13.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte seien es , so Dieder. Davon sind ein Drittel im Bereich produzierendes Gewerbe und zwei Drittel im Dienstleistungssektor vertreten. „Mit diesem Mix bin ich zufrieden.”

Generell liege die Zahl der Beschäftigten sogar bei 19.000. Darin eingerechnet seien allerdings alle Klein- und Kleinstarbeitsplätze wie Nebenjobs. In Sachen Berufspendler genießt die Stadt Heinsberg im Kreis eine weitere Ausnahmestellung, denn sie ist die einzige Kommune, die einen positiven Saldo aufzuweisen hat. „Laut den Zahlen von 2010 registrieren wir 10.900 berufliche Einpendler und 10.100 Auspendler.” Vielleicht lässt sich dies ja in den nächsten Jahren sogar noch toppen.
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