Gewalt gegen Polizisten nimmt zu

Von: defi
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Fester Programmpunkt der alljÀ
Fester Programmpunkt der alljährlichen Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Heinsberg der Gewerkschaft der Polizei, links deren Vorsitzender Lothar Engel, ist die Ehrung ihrer Jubilare. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Nichts ist so beständig wie der Wandel”, sagte Kreisdirektor Peters Deckers in seinem Grußwort bei der Mitgliederversammlung der Gewerkschaft der Polizei, Kreisgruppe Heinsberg.

Von diesem Wandel könnten die Jubilare, die im Rahmen dieser Veranstaltung in der Festhalle Oberbruch geehrt wurden, sicherlich ein langes Lied singen. Ganz aktuell verwies Deckers auf die Neuorganisation der Kreispolizeibehörde Heinsberg zum 1. Januar.

Das sogenannte Einabteilungsmodell wird landesweit praktiziert und verhalf unter anderem einem der Ehrengäste zu einem neuen Titel, dem „Abteilungsleiter” der Polizei, Hans-Joseph Rademacher. Lothar Engel, Vorsitzender der GdP-Kreisgruppe Heinsberg, freute sich besonders unter den Gästen Michael Mertens begrüßen zu könne.

Als Mitglied des Landesvorstands der Polizeigewerkschaft nahm Mertens die Ehrungen der Jubilare vor. Mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurden Klaus Labahn und Gertrud Roessling für jeweils 60 Jahre Treue zur Gewerkschaft. Die Liste der geehrten Jubilare setzt sich fort mit Manfred Viehöfer, Gerhard Löder, Karl-Heinz Fischer und Wilfried Fußangel (alle 50 Jahre), Burkhard Biewendt, Hans-Peter Jansen und Agnes Cüppers (alle 40 Jahre) sowie Dieter Grün, Johannes Küppers und Bernd Pierich für jeweils 25 Jahre.

Engel legte den sehr zahlreich erschienenen GdP-Mitgliedern den Geschäftsbericht 2011 vor. 473 Mitglieder zähle die Kreisgruppe zurzeit und habe damit ihren Mitgliederstand steigern können. Er betonte, „dass nur starke Gewerkschaften, mitgliederstarke Gewerkschaften, der Willkür der Politik die Stirn bieten und die Interessen der Mitglieder wirkungsvoll vertreten können.” Der Organisationsgrad in der Behörde betrage 70 Prozent.

Engel griff auch das Thema Gewalt gegen Polizeibeamte auf, das er vor einem Jahr an gleicher Stelle mit der Forderung nach politischem Handeln schon beschrieben hatte.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei habe sich dieses Problem noch verschärft. Aufgrund einer Gewaltstudie lasse sich entgegen der landläufigen Meinung belegen, dass 84 Prozent der Verletzungen von Kollegen im Routinedienst, also im Einzeldienst, geschehen und nicht bei Großeinsätzen. Bei scheinbar unproblematischen Einsatzanlässen wie etwa Ruhestörungen schlage den eingesetzten Beamten plötzlich blanker Hass und Wut entgegen, die aus der Situation heraus nicht zu erklären seien.

Personengruppen solidarisierten sich urplötzlich, so Engel, wenn es gegen die Polizei, „die mal wieder in der Unterzahl ist”, gehe. Der Polizeibeamte müsse dann als „Staat zum Anfassen” herhalten. Engel: „Vorgelegte Strafanzeigen wegen Widerstand werden häufig butterweich von der Justiz abgehandelt.” Der GdP-Vorsitzende forderte: „Polizisten dürfen nicht zum Freiwild werden!”

Engel erwähnte auch die vielfältigen Veranstaltungen 2011,die das Gemeinschaftsgefühl der aktiven und pensionierten Kollegen gestärkt hätten wie etwa das Polizei- und Bürgerfest, das in diesem Jahr wieder stattfinden wird und zwar zum 40. Mal am Samstag, 24. März, im Saal Sodekamp in Hückelhoven-Hilfarth.
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