Kreis Heinsberg - GEW mit Umsetzung der Behindertenrechtskonvention unzufrieden

GEW mit Umsetzung der Behindertenrechtskonvention unzufrieden

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Kreis Heinsberg. „Das Recht auf Bildung ist universelles Menschenrecht. Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap haben Anspruch auf ein qualitativ hochwertiges Schulangebot. Doch die Realität an den Schulen sieht anders aus.“ Dies erklärte der Heinsberger Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),

Er ist mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht zufrieden und fordert zusätzliches Personal und mehr Ressourcen. „Zwar ist erfreulicherweise die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, die eine Regelschule besuchen, deutlich ansteigend. Mit Blick auf die Qualität der Inklusion können wir aber leider nicht zufrieden sein. In den Schulen sind die Probleme, die sich dadurch ergeben, nicht mehr zu übersehen“, so GEW-Kreisvorsitzender Klaus D. Lange anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Der GEW-Vorsitzende verwies auf zahlreiche Hinweise und Rückmeldungen aus den Schulen im Kreis Heinsberg. Vor allem die vorgesehenen Ressourcen für die Inklusion reichten nicht aus. Es fehlten Qualitätsstandards, eine zentrale, transparente Steuerung und Unterstützung für die Entwicklung zur inklusiven Schule.

Lange forderte: „Eine Regelschul- und eine Förderschullehrkraft sollen in Klassen mit maximal 20 Kindern, davon bis zu fünf mit besonderem Förderbedarf, unterrichten. Dafür ist die Erhöhung des Stellenbudgets erforderlich.“ Es sei ein Fehler gewesen, seitens des Schulministeriums, so Lange, die Zahl der Stellen für die Förderung von Kindern mit Lern-, Sprach- und Entwicklungsstörungen zu deckeln. Durch die Verteilung der Kinder auf eine größere Zahl von Schulen seien die Bedingungen in den Schulen schlechter als vorher. Lange verwies auch auf den größeren Förderbedarf durch die steigende Zahl von Flüchtlingskindern. „Auch diese Kinder haben ein Recht auf Förderung und schulische Bildung.“

Zur Steuerung der Ressourcen fordere die GEW, so Lange, einen schulscharfen Sozialindex, der den besonderen Problemlagen vor Ort Rechnung tragen solle. Für Beratung und Fortbildung des Lehrpersonals müssten überdies regionale Fachzentren für inklusive Bildung eingerichtet werden.

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