GEW fordert: „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit“

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Zum „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Freitag im Kreis Heinsberg gefordert: „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit durchsetzen!“ Bild: Imago

Kreis Heinsberg. Zum „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Freitag im Kreis Heinsberg gefordert: „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit durchsetzen!“ Gerade im Lehrerbereich sei die Ungleichheit der Bezahlung in mehreren Fällen sehr ungerecht.

„Kleine Kinder – kleines Geld, große Kinder – großes Geld“: Nach diesem ungeschriebenen Gesetz würden Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland bezahlt, so die Gewerkschaft. Gestützt auf mehrere Rechtsgutachten, sieht die GEW für diese diskriminierende Praxis keine Rechtfertigung mehr. „Mit dieser Diskriminierung, die insbesondere Frauen trifft, muss endlich Schluss gemacht werden“, erklärte der GEW-Kreisvorsitzende Klaus D. Lange.

In einem Gutachten für den GEW-Hauptvorstand hätten Juristen eine verfassungs- und europarechtswidrige mittelbare Diskriminierung bei der Bezahlung von Lehrkräften aufgrund des Geschlechts festgestellt. Die Bildungsgewerkschaft fordere deshalb eine Aufstockung der Besoldung der Grundschullehrkräfte in die Besoldungsgruppe A 13.

Zurzeit werde an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen, wo zu mehr als 90 Prozent Frauen unterrichten würden, nach A 12 bezahlt. Auch die Eingangsbesoldung der Lehrerinnen und Lehrer an den Schulformen der Sekundarstufe I müsse entsprechend angehoben werden, da es für eine schulformabhängige Bezahlung der Lehrkräfte keine sachlichen Gründe mehr gebe. „Grundschullehrerinnen haben Monat für Monat mehrere Hundert Euro weniger im Geldbeutel“, so Lange. So verdiene eine Grundschullehrkraft in der Besoldungsgruppe A 12 in der Erfahrungsstufe 7 zurzeit brutto 3690,53 Euro, eine Lehrkraft in der Besoldungsgruppe A 13 in derselben Stufe 4111,83 Euro, eine Differenz von gut 420 Euro.

Die GEW fordert: „Gleiches Geld für gleiche und gleichwertige Arbeit“. Nach Berechnungen der Kreis-GEW sind vermutlich zirka 5000 Lehrkräfte von insgesamt 7000 im Kreisgebiet davon betroffen, deren Eingangsbesoldung erhöht werden müsste: A 13 statt A 12. Neben Frauen und zu niedrig eingestuften beamteten Lehrkäften seien die Tarifbeschäftigten deutlich unterbezahlt, denn noch immer würden sie bis zu 500 Euro weniger verdienen als ihre beamteten Kolleginnen und Kollegen, so Lange weiter.

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