GEW beklagt die „Eskalation“

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Demonstrierende Lehrkräfte aus dem Kreis Heinsberg am Donnerstag in der Landeshauptstadt Düsseldorf: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zu Warnstreik und Demo aufgerufen.

Kreis Heinsberg. 50 tarifbeschäftigte Lehrkräfte aus dem Kreis Heinsberg haben sich am Donnerstag nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor der dritten Tarifverhandlungsrunde des öffentlichen Dienstes der Länder am Warnstreik und an einer Demonstration in Düsseldorf beteiligt.

Betroffen waren laut GEW vor allem die Sekundarschule in Waldfeucht-Haaren, die Hauptschulen in Gangelt, Boscheln und Hückelhoven, die Realschule Übach-Palenberg sowie die Gesamtschulen in Wassenberg und Geilenkirchen.

„Bei dem Warnstreik mit zentraler Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag forderten die Gewerkschaften die Arbeitgeberseite auf, die Landesbeschäftigten in NRW nicht schlechter zu stellen als ihre Kolleginnen und Kollegen beim Bund und in den Kommunen“, berichtete der GEW-Kreisvorsitzende Klaus D. Lange, der die die „Eskalation“ der Verhandlungen beklagte. Wer die Alterszusatzversorgung der Beschäftigten um bis zu 20 Prozent kürzen wolle und sich gleichzeitig – trotz steigender ­Steuereinnahmen – vor einem verhandlungsfähigen Angebot drücke, habe nicht die Wertschätzung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sinn. Die GEW fordere „als oberste Priorität einen Einstieg in den Tarifvertrag mit materiellen Verbesserungen für Lehrerinnen und Lehrer“. Tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer dürften nicht länger Lehrkräfte zweiter Klasse sein, so Lange.

Die Gewerkschaften verlangen laut GEW-Darstellung für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich sollten sachgrundlose Befristungen tarifvertraglich ausgeschlossen und angestellte Lehrkräfte endlich tariflich eingruppiert werden. Das Tarifergebnis solle zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Pensionäre übertragen werden.

Bei der dritten und letzten vereinbarten Runde am kommenden Montag und Dienstag in Potsdam müsste die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) einen großen Schritt auf die Beschäftigten zugehen, so die Forderung des GEW-Kreisvorsitzenden Lange.

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