Gesundheitsamt kontrolliert Impfausweise von Viertklässlern

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Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes werden in den kommenden Wochen in den Grundschulen Impfausweise von Viertklässlern kontrollieren.

Kreis Heinsberg. Das Kreisgesundheitsamt bietet ab 17. Mai für alle Kinder des vierten Schuljahres in allen Grundschulen im Kreis Heinsberg eine Kontrolle der Impfausweise an.

Die Eltern der Grundschulkinder werden gebeten, die Impfausweise im Original oder in Kopie bei der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer abzugeben. Sie erhalten eine Information über den Impfstatus und fehlende Impfungen.

Während der Impfausweis im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig vom behandelnden Arzt kontrolliert wird und im Rahmen der Einschuluntersuchungen eine systematische Ausweiskontrolle des gesamten Einschuljahrganges erfolgt, bleiben mögliche Impflücken im Schulalter häufig unbemerkt. Um allen Kindern einen bestmöglichen Impfschutz anbieten zu können, führt der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes die Durchsicht der Impfausweise in der Zeit vom 17. Mai bis 28. Mai durch.

Im Hinblick auf den derzeitigen Masernausbruch wird ein besonderes Augenmerk auf die Masernimpfungen gelegt. In Nordrhein-Westfalen sind bereits zehn Städte und Landkreise von Masern betroffen. Auch wenn bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Masernerkrankung im Kreis Heinsberg gemeldet wurde, zeigen doch die beiden größeren Masernausbrüche im Jahr 2002 und 2006, dass die Erkrankung nicht an den Kreisgrenzen halt macht. Vielmehr waren auch hier Kinder und Erwachsene von dieser Erkrankung betroffen.

Dabei handelt es sich nicht um eine harmlose Kinderkrankheit. Die Erkrankung kann mit ernsthaften Komplikationen einhergehen. Besonders gefürchtet ist die Encephalitis, die Gehirnentzündung, die mit bleibenden Schäden am zentralen Nervensystem einhergehen oder sogar tödlich enden kann. So kam es auch im Rahmen der letzten großen Masernepidemie 2006 in Nordrhein-Westfalen zu zwei Todesfällen. Schutz vor einer Masernerkrankung und damit auch Schutz vor diesen schwerwiegenden Komplikationen bietet eine zweimalige Maserimpfung im Abstand von mindestens vier Wochen.

Das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg machte darauf aufmerksam, dass im Falle einer Masernerkrankung in Schulen oder Kindergärten ungeimpfte Kinder und Erwachsene die Einrichtung für eine Dauer von zwei Wochen nicht betreten dürfen, auch wenn bei ihnen selbst keine Erkrankung vorliegt.
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