Gesundes Unternehmen: Vergleich mit Hausbau

Von: red
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Regionalredakteur und Moderator Dieter Schuhmachers (l.) hieß als Referenten Professor Dr. Thomas Kraus von der RWTH Aachen, Dr. Achim Deiwick von der Unfallkasse NRW, Marie-Theres Jakobs-Bolten von der Kreissparkasse Heinsberg und Ulrich Theißen von der Deutschen Rentenversicherung Rheinland (v. r. n. l.) willkommen. Foto: Koenigs
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Um die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung für Unternehmen ging es bei der Veranstaltung der Initiative „Gesunde Unternehmenskultur im Kreis Heinsberg“ und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland im Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven. Fotos (3): Koenigs Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Wenn es um den Aufbau eines gesunden Unternehmens geht, dann sind die häufigsten Fragen, die Professor Dr. Thomas Kraus, Direktor des Instituts für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin am Universitätsklinikum Aachen, hört: „Was muss ich eigentlich machen? Was bringt mir das? Wer kann mir helfen?“

Bei einer Informationsveranstaltung der Initiative „Gesunde Unternehmens­kultur im Kreis Heinsberg“ und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland für Arbeitgeber und Personalverantwortliche unter dem Titel „Werd mir bloß nicht krank! – Vorbeugen ist besser als Heilen“ – von unserer Zeitung als Medienpartner begleitet – stellte Kraus vor 75 interessierten Zuhörern im Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven ein eLearning-Tool für kleine und mittelständische Betriebe vor, das Hilfestellung geben soll, denn gefragt seien vor allem kompakte und verständliche Informationen, die einen leichten Einstieg in die Thematik ermöglichen würden.

Kraus verglich den Aufbau eines gesunden Betriebs mit einem Hausbau: von der Gefährdungsbeurteilung als Fundament über Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Betriebliches Eingliederungsmanagement sowie Betriebliche Gesundheitsförderung in den Stockwerken bis zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement als Dach.

Eine Kampagne, die es noch gar nicht gibt, präsentierte Dr.-Ing. Achim Deiwick von der Abteilung Organisation von Sicherheit und Gesundheit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. Sie wird von den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung im Oktober gestartet und soll in Betrieben, Schulen und öffentlichen Einrichtungen für eine „Kultur der Prävention“ werben. „Sicherheit und Gesundheit sollen bei allen Entscheidungen und Abläufen als wichtiger Maßstab berücksichtigt werden“, sagte Deiwick und skizzierte die sechs Handlungsfelder: Prävention als integrierter Bestandteil, Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur und Betriebsklima.

Als Praxisbeispiel wurde die 665 Mitarbeiter zählende Kreissparkasse Heinsberg in den Blickpunkt gerückt. Marie-Theres Jakobs-­Bolten, stellvertretendes Vorstandsmitglied, präsentierte ebenfalls einen Hausbau mit einem gesunden Arbeitsumfeld als Basis, Förderung der körperlichen Gesundheit, Förderung der psychischen Gesundheit und Angeboten zur Persönlichkeitsentwicklung als Säulen und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement als Dach.

Sie führte viele Aktivitäten auf, seien es ergonomische Arbeitsmöbel oder Betriebssportgemeinschaften, Office-Massage oder Gesundheitstage, psychosoziale Beratung oder zielgruppenorientierte Seminare, um nur einige zu nennen. Sie betonte die Rolle der Führungskräfte als Schlüsselfaktor und stellte auch die Vorteile für das Unternehmen heraus, wie den geringen Krankenstand oder die Arbeit­geberattraktivität.

Ulrich Theißen, Fachbereichsleiter Rehamanagement der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, stellte Präventionsleistungen vor. So finanziere die Rentenversicherung für Beschäftigte mit ersten gesundheitlichen Auffälligkeiten als Basisleistung die Initial- und Trainingsphase – ambulant beziehungsweise berufsbegleitend – sowie einen Auffrischungstag in einer anerkannten Einrichtung zur medizinischen Rehabilitation. Ziele seien unter anderem die Förderung der Gruppendynamik und die Erstellung eines individuellen Trainingsplans, die Schwerpunktsetzung in puncto Bewegung, Ernährung oder Stressbewältigung und die Vermittlung von Strategien zum erfolgreichen Selbst­management.

Ziele der Initiative „Gesunde Unternehmenskultur im Kreis Heinsberg“ unterstrichen Dr. Karl-Heinz Feldhoff, Dr. Cornelia Groschopp und Elisabeth Küppers: ­Informationen und Netzwerkbildung sind Trumpf.

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