Gesprächsrunde und Film zum Thema Flucht

Von: jwb
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Präsentieren am kommenden Donnerstag den Film „Willkommen auf Deutsch“: (v.l.) Günter Weber, Achim Kück und Ralf Zanders. Foto: Johannes Bindels

Kreis Heinsberg. Der Kreis Heinsberg und seine Städte und Gemeinden erleben eine Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, wenn es um die Aufnahme der zugewiesenen Flüchtlinge und Asylbewerber in die vorläufigen Unterbringungseinrichtungen geht.

Wie es aber weitergehen kann, welche Wege der Integration möglich sind und wie mit den Ängsten und Nöten aller beteiligten Menschen umgegangen werden kann, ist das große aktuelle Thema auch der kirchlichen Gemeinde- und Sozialarbeit.

Der Trägerkreis aus Katholikenrat der Region Heinsberg, dem Bildungswerk der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) der Diözese Aachen und der Flüchtlingsseelsorge der Region Heinsberg weisen gemeinsam auf das Filmprojekt „Willkommen auf Deutsch“ hin, das im Rahmen der aktuellen Interkulturellen Woche in Zusammenarbeit mit dem Corso-Filmpalast Hückelhoven-Hilfarth präsentiert wird.

„Auf Initiative des Katholikenrats in der Region Heinsberg bieten wir als Trägerkreis am Donnerstag, 1. Oktober, im Corso-Filmpalast Hückelhoven-Hilfarth mit dem Dokumentarfilm „Willkommen auf Deutsch“ eine ganz besondere Film-Veranstaltung für die Menschen aus dem Kreis Heinsberg zum Thema Situation von Flüchtlingen und Asylbewerbern an“, betont Sekretär Günter Weber von der KAB.

Der Film zeige, was passiere, wenn in der Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber und Flüchtlinge einziehen: Einem kleinen Dorf von 400 Seelen werden 150 Flüchtlinge zugewiesen. Der Film begleite über einen Zeitraum von einem Jahr die Flüchtlinge, die Dorfbewohner und die Mitarbeiter einer Kreisverwaltung und zeige, wie kontrovers, emotional aber auch amüsant die schwierige Situation sei.

„Die im Film gezeigten Situationen sind eins zu eins auf unsere Region übertragbar“, sagt Gemeindereferent Achim Kück von der Flüchtlingsseelsorge Heinsberg.

„Im Film wird sichtbar, dass ohne die Suche nach konstruktiven Lösungen die Menschen nicht weiterkommen“, bekräftigt Geschäftsführer Ralf Zanders vom Katholikenrat. Im Kreis Heinsberg seien alle kirchlichen Gemeinde- und Sozialarbeiter mit dem Fokus auf die Begleitung der Arbeit in der Flüchtlingshilfe betraut. Hilfe für die Flüchtlinge sei gleichzeitig ein „Geschenk Gottes an die Gemeinden“, Nächstenliebe praktizieren zu können. Dies geschehe generationenübergreifend.

Dennoch sei es aber ebenso wichtig, zu erkennen, dass niemand den Stein der Weisen gefunden habe. Umso wichtiger sei, dass die Vernetzung der Hilfsangebote erfolge. Städte und Gemeinde, in denen die Flüchtlingsfrage zur Chefsache gemacht werde, würden erfolgreicher in Sachen Wohnungen, Ehrenamtskoordination und Vernetzung agieren, betont Ralf Zanders.

Dieser Erkenntnis folgend, wird im Anschluss an die Filmvorführung auch eine Gesprächsrunde mit Landrat Stephan Pusch, Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran (St. Martin, Wegberg), Nicole Abels (Caritasverband Heinsberg) und Helmi Meister (Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleitung) stattfinden.

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