Hückelhoven - Gespenstisches Szenario: Gespinstmottenraupe befällt Pflanzen

Gespenstisches Szenario: Gespinstmottenraupe befällt Pflanzen

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Hückelhoven. Zwischen Hilfarth und Brachelen fallen zur Zeit Bäume und Sträucher auf, die vollständig in dichte weiße Netze eingesponnen sind. Verantwortlich für das gespenstische Szenario sind die Raupen der Gespinstmotten.

Einige Arten, wie die Pfaffenhütchen-, die Pflaumen- und die Traubenkirschen-Gespinstmotte haben sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Beim Spaziergang oder im eigenen Garten sieht man jetzt wieder die befallenen Pflanzen mit den typischen Gespinsten.

Besonders betroffen bei den Bäumen sind Ahorn, Weide und Traubenkirsche, von den Sträucher werden vor allem Pfaffenhütchen, Weißdorn und Schlehe befallen, bei den Obstgehölzen sind es überwiegend Apfel, Kirsche und Pflaume.

Die Gespinstmotte, die im Juli und August fliegt, legt ihre Eier unter einer schützenden Sekretschicht an Zweigen ab. Unter dieser Schutzschicht schlüpfen die Larven noch im Herbst und überwintern auch darunter, bis sie als gelb-graue, schwarz gepunktete Raupen zum Austrieb der Bäume im Frühjahr hervorkommen und an den jungen Knospen, später auch an den Blättern der Bäume fressen.

Starke Fraßschäden

Dabei hüllen sie als Schutz die Zweige in ein Gespinst ein, wo sie ihre Fraßtätigkeit bis Ende Juni ausüben, um sich schließlich in weißen Kokons zu verpuppen, aus denen dann die neuen Falter schlüpfen.

Die Falter haben eine Flügelspannweite von 16 bis 25 mm, sind silbrig weiß und weisen fünf Längsreihen von feinen schwarzen Punkte auf. Trotz starker Fraßschäden ist nach Angaben der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Braunschweig eine Bekämpfung nicht unbedingt erforderlich.

Die betroffenen Gehölze erholen sich meist und treiben neu aus (Johannistrieb). Bei Obstbäumen kann jedoch nach einem starken Befall die Ernte komplett ausfallen. Um die Schäden gering zu halten, sollten besiedelte Gespinste in einem möglichst frühen Stadium entfernt werden. Befallene Triebe können abgeschnitten und in der Biotonne entsorgt oder im Garten vergraben werden.

Chemische Bekämpfung

Auch die chemische Bekämpfung ist nach Mitteilung der BBA nur zu einem sehr frühen Zeitpunkt sinnvoll, da die Raupen in den voll ausgebildeten Gespinsten gut vor Pflanzenschutzmitteln geschützt sind.
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