Kreis Heinsberg - Gesellschaft für Sicherheitspolitik besucht EU-Parlament

Gesellschaft für Sicherheitspolitik besucht EU-Parlament

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Zu Gast im EU-Parlament in Straßburg: Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik unternahmen eine Studienfahrt, mit der auch ein Zeichen für eine starke EU gesetzt werden sollte. Foto: Wolfgang Kober

Kreis Heinsberg. Die Europäische Union bereitet derzeit vielen Kopfschmerzen. Da brodelt der Brexit, da ist die Zerstrittenheit in wichtigen Fragen wie der Flüchtlingsproblematik. Und dan sind die verstärkten nationalistischen Strömungen in einigen EU-Mitgliedsländern. Es gibt also aktuell viele Sorgen und wenig Grund zur Freude.

Angesichts dieser Lage hatten die Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) aus der Sektion Aachen / Heinsberg mit den Zielen ihrer jährlichen Studienfahrt ein Zeichen setzen wollen. Der Besuch des EU-Parlaments in Straßburg sollte verdeutlichen: „Ja, wir glauben an die europäische Idee und wollen eine starke EU, die auch künftig unsere Sicherheit und den Frieden in Europa garantiert.“

„Kriege zwischen europäischen Staaten darf es nie wieder geben.“ Dieser Leitgedanke führte zu einem weiteren Ziel der GSP-Reise – nach Verdun. Nur wenige Orte verdeutlichen den Wahnsinn der Kriege zwischen Nachbarn so eindrucksvoll wie das kleine französische Städtchen Verdun. Dort standen sich im Kriegsjahr 1916 die deutsche und die französische Armee monatelang gegenüber.

In einer der größten Materialschlachten des Ersten Weltkriegs gab es Hunderttausende Tote und Vermisste, ohne dass es zu einem Durchbruch oder nennenswerten Geländegewinnen für eine der beiden Kriegsparteien kam. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Francois Hollande haben vor wenigen Monaten gemeinsam in Verdun des 100. Jahrestages der Schlacht gedacht und den Frieden in Europa als einen Wert beschworen, der niemals als selbstverständlich angesehen werden dürfe.

Eingerahmt wurde die GSP- Reise nach Straßburg und Verdun von zwei weiteren Highlights. Da war zum einen der Besuch mit Führung auf dem Hambacher Schloss in der Pfalz, dem Symbol der deutschen Demokratiebewegung. Und zum anderen durften sich die Teilnehmer mit einiger Ehrfurcht beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe überzeugen von der Arbeit und dem Wirken dieses von den Vätern des Grundgesetzes ins Leben gerufenen Obersten Gerichts.

Nach so viel interessanten Informationen, nachhaltigen Ein­drücken und Gesprächen mit kompetenten Führern vor Ort fiel das Urteil über die Reise eindeutig aus: Die gemeinsamen Tage waren eine Bereicherung und werden den Teilnehmern aus Aachen, Geilenkirchen und Übach-Palenberg lange in Erinnerung bleiben.

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