Kreis Heinsberg - Geschichten des Lebens sind das große Thema der Künstlerin

Geschichten des Lebens sind das große Thema der Künstlerin

Von: hama
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Gefühle, von der Verlobung bis zu Trennung, spielen in diesem Bilderzyklus, der auch im Rahmen der Kunsttour zu sehen ist, bei Katia Inkiova-Kersten eine große Rolle.

Kreis Heinsberg. Zum ersten Mal bei der Kunsttour in der Freizeit-Region Heinsberg dabei ist die in Gangelt lebende Katia Inkiova Kersten. „Menschliche Gefühle“ sind es, die in den Arbeiten der Künstlerin zu finden sind. Drei unterschiedliche Spielarten der Kunst sind es, die sich alle sehr unterschiedlich darstellen und häufig Bezug auf aktuelle politische Themen nehmen.

Das Spektrum der in Bulgarien geborenen Bühnen- und Kostümbildnerin ist enorm: klassische Malerei findet sich neben von ihr gestalteten Ikonen und hinzu kommt Fotografie.

Die Atomkatastrophe von Fukushima, die Kriege im Irak, in Afghanistan oder die Revolutionsbestrebungen im Nahen Osten, alle diese bedeutsamen und schicksalträchtigen Geschehnisse finden in den Arbeiten von Katia Inkiova-Kersten einen künstlerischen Niederschlag – nicht das große Ganze ist dabei das Wesentliche, sondern das individuelle Schicksal der Einzelnen. Facebook spielte beispielsweise bei den Demonstrationen in Ägypten eine große Rolle für die Masse der Demonstranten.

Aber auch die Jugendlichen, die dummerweise bei ihrer Geburtstagseinladung den Haken an „Öffentlich“ nicht entfernt hat, werden von diesem Medium überrannt. Für Katia Inkiova-Kersten ist ein Grund, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen und ihre Gedanken dazu malerisch festzuhalten.

Eines ihrer Gemälde etwa zeigt eine Burka. Dort, wo der Betrachter die Augen vermutet, hat die Künstlerin einen Spiegel eingebaut. Schon allein das ist als Kunstprojekt spannend. Katia Inkiova-Kersten kam nach Fertigstellung des Bildes auf die Idee, von ihrem Spiegelbild in diesem Gemälde ein Foto zu machen – und so hielt die Fotografie Einzug in ihr Kunstschaffen.

Schon in der Grundschule in ihrer Heimat wurde eine Lehrerin auf die künstlerische Kreativität der kleinen Katia aufmerksam. Die talentierte erfuhr die nötige Förderung, schaffte als Schülerin später die schwierige Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie und erreichte ihr Diplom als Bühnen- und Kostümbildnerin.

In diesem Beruf war sie zunächst tätig. Die „West-Side-Story“ war ihr erstes Projekt an der Städtischen Bühne in Veliko. „Wir haben viele Darsteller in Jeans gekleidet“, erinnert sie sich schmunzelnd an diese Zeit und weiß, dass die Bernstein-Tanzgeschichte heute oft genau so ausgestattet wird, wie sie es damals gemacht hatte.

Katia Inkiova-Kersten gründete 1997 in Sofia die Galerie „New Art“. Dort bot sie speziell jungen Künstler die Möglichkeit, Werke auszustellen und von der Öffentlichkeit bemerkt zu werden. Einige dieser Künstler haben inzwischen einen großen Namen. Im bulgarischen Fernsehen war die vielseitge Frau außerdem bei „Kanal 2001“ als Moderatorin tätig.

Ihrer Schwester Irena folgte Katia Inkiova-Kersten nach Heinsberg, wo sie 2000 in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Heinsberg mit einer Ikonen-Ausstellung nicht nur beim breiten Publikum Erfolg hatte, sondern auch ihr privates Glück fand: Ihr späterer Mann Dieter Kersten war bei der Ausstellungseröffnung zu Gast und war von der gekonnten Maltechnik ebenso begeistert wie von der Künstlerlin selbst.

Heute leben die beiden mit ihrem Sohn in Gangelt.

„Als Künstlerin“, so erklärt Katia Inkiova-Kersten ihr Bestreben, „sollte man nicht nur schöne Sachen machen, sondern auch zu den aktuellen Themen Position beziehen!“ So erklärt sich, dass die „echten Geschichten des Lebens“ in ihrer Arbeit eine große Rolle spielen.

Zu der Kunsttour-Ausstellung lädt Katia Inkiova Kersten im Rahmen der Kunst-Tour in das Privathaus an der Gangilusstraße. Dort sind am Samstag und am Sonntag, 4. und 5. Mai, jeweils von 14 bis 18 Uhr vor allem ihre Acrylbilder zu sehen. Als häufige Besucherin diverser Ausstellung bei der Kunsttour der letzten Jahre ist Katia Inkiova-Kersten auf die Resonanz ihrer Arbeit bei ihrer ersten Teilnahme sehr gespannt.

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