Geschichte des TLF 8/18 endet im Museum

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Karl-Werner Sachse von der Löschgruppe Arsbeck überstellte mit seinen Kameraden das Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 nach 47 Dienstjahren als Dauerleihgabe dem Rheinischen Feuerwehrmuseum in Lövenich und überreichte den Schlüssel an Präsidentin Edith Schaaf. Foto: Dahmen

Erkelenz-Lövenich. Blitzblank geputzt und von fünf Aktive und einem Nachwuchsfeuerwehrmann begleitet, trat das Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg, Löschgruppe Arsbeck, mit einer wechselvollen Geschichte seine letzte Fahrt als Dauerleihgabe ins Rheinische Feuerwehrmuseum Erkelenz-Lövenich an. Es erhöht die Sammlung des Museums auf 17 Großfahrzeuge.

Seit 1963 war der Unimog für den zivilen Bevölkerungsschutz in Arsbeck stationiert und dem Regierungspräsident in Aachen unterstellt. 1970 übernahm der Oberkreisdirektor in Erkelenz das Fahrzeug für den zivilen Bevölkerungsschutz.

Arsbeck blieb Standort; auch dann noch, als das Fahrzeug auf den Oberkreisdirektor in Heinsberg, Katastrophenschutz, umgeschrieben wurde. Als der Bund die alten Unimogs ausmusterte, erwarb die Stadt Wegberg das Fahrzeug. Es blieb weiterhin in Arsbeck stationiert und wurde von den Mitgliedern der LG Arsbeck mit Unterstützung der Stadt Wegberg instand gesetzt und neu lackiert.

Aufgrund der „Entmilitarisierung” musste dazu die Tarnbeleuchtung ausgebaut werden. Wegen seines vorgerückten Alters stellte die Stadt Wegberg den Unimog 2001 außer Dienst.

Der Arsbecker Pfarrer Klaus Buyel kaufte daraufhin das Fahrzeug für caritative Zwecke in Afrika, erklärte Löschgruppenführer, Hauptbrandmeister Karl-Werner Sachse, bei der Übergabe. Das Tanklöschfahrzeug sollte ein Krankenhaus in der Nähe der Hauptstadt Bujumbura in Burundi mit Frischwasser versorgen. Dazu sollte der Unimog von Benzin- auf Dieselmotor umgerüstet werden. Weil der Umbau sich verzögerte und zwischenzeitlich die Wasserversorgung zum Krankenhaus wieder hergestellt werden konnte, blieb der Unimog in Deutschland und Pfarrer Buyel, selbst Feuerwehrmann, entschloss sich, das Fahrzeug für die Arsbecker Feuerwehr zu erhalten.

Als Dauerleihgabe an das Feuerwehrmuseum sind sich nunmehr Pfarrer Buyel und die Löschgruppe einig, einen sicheren Platz gefunden zu haben.
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