Gangelt/Selfkant - Gesamtschule: Umbruch hält an

Gesamtschule: Umbruch hält an

Von: dawin
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Schulleiter Reinhold Schlimm freut sich über das neue Domizil, das seit dem Schuljahr 2016/17 die Mittelstufe der Gesamtschule Gangelt-Selfkant beherbergt. Das ehemalige Gebäude der auslaufenden Hauptschule Gangelt heißt nun das „Haus der Jugendlichen“. Foto: dawin
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Das „Haus der Jugendlichen“ mit der neuen Mensa: Diese soll auf dem künftigen „Campus“ auch ein Ort der Entspannung und Kommunikation sein. Foto: dawin

Gangelt/Selfkant. Was dem Betrachter direkt ins Auge fällt: Die großzügige Aula wirkt mit ihren hellen Farbtönen sogar im tristen Winter-Licht, das durch die Glasfassade hineinfällt, ausgesprochen freundlich und einladend. Die Aula gibt den Blick auf die drei Etagen mit den Unterrichtsräumen frei, die vielen Glaselemente neben den Klassentüren sorgen für die gewollte Transparenz.

Es sind bereits diese kosmetischen Eingriffe, die auf den Wandel im ehemaligen Hauptschulgebäude in Gangelt hindeuten: Zum aktuellen Schuljahr 2016/17 ist die Gesamtschule Gangelt-Selfkant mit ihren Jahrgangsstufen 8 und 9 dort eingezogen. Zeitgleich sind die verbleibenden Klassen der Hauptschule in das Gebäude der Realschule gewechselt, beide Schulen werden bekanntlich in zwei Jahren auslaufen.

Die Schullandschaft in Gangelt und Selfkant – beide Kommunen bilden den Gesamtschulzweckverband – ist nach den schulpolitischen Beschlüssen in einem starken Umbruch, an deren Ende die Gesamtschule als einzige weiterführende Einrichtung steht. Das Fundament dafür wurde mit der Gründung der Schule im Schuljahr 2012/13 gelegt, das ehemalige Gebäude der Hauptschule in Höngen wurde zum „Haus der Kinder“ und beherbergt die Unterstufe.

Grundstock für die Oberstufe

Seit diesem Sommer nun gibt es auch das „Haus der Jugendlichen“ mit der im Aufbau befindlichen Mittelstufe in Gangelt. Neben frischer Farbe war natürlich weitaus mehr erforderlich, vor allem Geld, um den einstigen Hauptschultrakt zu modernisieren, mit Fachräumen und einer neuen Mensa auszustatten. Im nächsten Schuljahr 2017/18 wird die Mittelstufe durch Jahrgang 10 komplettiert, so dass alle drei Etagen des architektonisch reizvollen Gebäudes aus den 60ern mit Schülerleben erfüllt sind.

Über die positive Entwicklung freut sich natürlich Schulleiter Reinhold Schlimm: „Die einzelnen Abteilungen werden jetzt greifbar.“ Einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Vollendung wird man zum Schuljahr 2018/19 tun, wenn der Jahrgang 11 im freigewordenen und ertüchtigten Realschulgebäude Einzug hält und den Grundstock für die Oberstufe im „Haus der jungen Erwachsenen“ bildet. „Wir haben künftig drei Abteilungen an drei Teilstandorten in zwei Kommunen. Das ist zumindest im Kreis Heinsberg ein Alleinstellungsmerkmal“, konstatiert Schlimm.

Das habe Vorteile: „Jeder altersabhängige Teilstandort hat seine eigene pädagogische Herangehensweise. Fachräume gibt es folglich auch in dreifacher Ausstattung.“ Jeder Standort habe seine eigene Atmosphäre, sei überschaubar und vermittle einen familiären Charakter. Unterstufe und Mittelstufe (wenn diese komplett ist) zählen, so der Schulleiter, jeweils rund 330 Schüler; in der kompletten gymnasialen Oberstufe dürften an die 230 Jugendliche auf ihr Abitur hinarbeiten.

Und da gibt es ein weiteres „Alleinstellungsmerkmal“, auf das Reinhold Schlimm hinweist: „Die Gesamtschule Gangelt-Selfkant ist die einzige Gesamtschule im Kreis, die mit Genehmigung der Bezirksregierung Köln eine flexible Zügigkeit hat. Das heißt, wir können praktisch alle Kinder annehmen, die sich für die Eingangsstufe 5 anmelden. Wir können, je nach Bedarf, die Zügigkeit selbst festlegen.“ Der Grund für dieses Spezifikum sei, dass die Gesamtschule künftig die alleinige weiterführende Schule in Gangelt und Selfkant sei und eine schulische Versorgung der Bevölkerung vor Ort garantiert sein soll.

In direkter Nachbarschaft

Mittelstufe und Oberstufe werden zwar in Gangelt in zwei verschiedenen Gebäuden, aber doch in direkter Nachbarschaft untergebracht sein. Es soll ein „Campus“, also ein zusammenhängender Komplex, entstehen. Als Bindeglied fungiert dabei die gemeinsame Mensa. Sie dient nicht nur der Verköstigung der Schüler, sondern sie stellt nach Vorstellung von Schulleiter Schlimm im Ganztagsbetrieb auch einen Hort der Entspannung und Kommunikation dar.

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