Geplante Ausweitung der Kiesabgrabung am Kaphof

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven. Der Betreiber der Kiesabgrabung am Kaphof will die Auskiesungsfläche vergrößern.

Der Antrag, den er beim Kreis Heinsberg als zuständiger Genehmigungsbehörde gestellt hat, sieht eine Erweiterung um rund 70 Hektar vor. Die Bezirksregierung Köln hat dieser Erweiterung in dem Ausmaß nicht zugestimmt.

Gestrichen, also nicht genehmigt, wurde der Plan der Betreiber, noch näher an die Wohnbebauung in Hilfarth heran zu rücken. Dadurch wurde die geplante Erweiterungsfläche um rund 25 Hektar verkleinert. Außerdem besteht die Bezirksplanungsbehörde beim Heranrücken in die andere Richtung, also an die Autobahn, auf einem Abstand von etwa 700 Metern zu der Schnellstraße, was eine weitere Reduzierung der geplante Fläche von 15 Hektar bedeutet. Der Grund hier: Der Boden als wertvolle Lebensstätte für Tiere und Pflanzen müsse geschützt werden. Außerdem müsse ein „Grundwasserfilter” erhalten bleiben.

Im Bau- und Umweltausschuss machte Wolfgang Müller-Dieck für die Verwaltung deutlich, dass sie die Flächenreduzierung in Richtung Wohnbebauung Hilfarth uneingeschränkt befürwortet. Die Kürzung der Längsausdehnung in Richtung Autobahn allerdings sei „in unangemessener Weise vorgenommen” worden. 70 Meter Abstand zu Autobahn seien völlig ausreichend.

Immerhin, so die Verwaltung, gehen es auch um die Standortsicherung des Abgrabungsbetriebes. Es liege im vitalen Interesse „dieser seit vielen Jahren vorhandenen Betreibern, die Verbundsteinpflaster, Kanalrohre und Fertigteile herstellen, dass Rohmaterial unter günstigen Umständen bezogen werden kann”. Diese, „für die Versorgung der Region wichtigen Unternehmen” seien, so Wolfgang Müller-Dieck, „unverzichtbare Partner für eine erfolgreiche Bewältigung des noch immer andauernden Strukturwandelprozesses”. Bei der von der Bezirksregierung vorgeschlagenen Reduzierung der Abkiesungsfläche „kommen die wirtschaftliche Belange schlecht weg”.

Ulrich Horst (Grüne) dagegen votierte für den von der Bezirksregierung vorgeschlagenen größeren Abstand von der Autobahn.

Willi Spichartz (SPD) bezeichnete den Verwaltungsvorschlag als „runde Sache”. Mit vier Gegenstimmen - die Grünen, die FDP, die Linke und Monika Rother von der SPD - wurde der Verwaltungsvorschlag angenommen.
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